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Tipps für Bauherren

Variables Wohnkonzept mitdenken

Aus eins mach zwei. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn/dpa
Aus eins mach zwei. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn/dpa

Einfamilienhäuser sind oft zu starr gedacht. In der Regel sind sie für eine vierköpfige Familie ausgelegt. Sind die Kinder dann aus dem Haus und der Partner nicht mehr da, kann das Einfamilienhaus für viele Menschen zu groß und zu teuer werden, schreibt der Verband Privater Bauherren (VPB). 

Hilfreich ist es, wenn Bauherren frühzeitig im Planungsprozess an familiäre Veränderungen denken. Sie sollten das Haus also vorausschauend bauen. Dann können Bauherren im Ernstfall besser reagieren und auch mit weniger Budget im Alter länger im vertrauten Umfeld bleiben. Das ist wichtig, zumal für viele Leute das eigene Haus auch eine Säule der Altersversorgung ist. Eine Option ist da laut VPB etwa ein teilbarer Grundriss. Wer bereits bei der Planung die Immobilie als Zweifamilienhaus mitdenkt, kann es später schnell und kostengünstig teilen. Die zweite Haushälfte kann man dann im Bedarfsfall vermieten - falls es vor Ort rechtlich zulässig ist auch gewerblich. Wichtig ist dafür, dass Bauherren solche Optionen frühzeitig im Planungsprozess ansprechenn und diese auch vertraglich vereinbart werden.   dpa/tmn

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Abreißen und neu bauen?

Was dagegen und somit für eine Sanierung spricht

Die Modernisierung eines alten Hauses kann schnell teuer werden. Um die 100 000 Euro müssen für eine Sanierung mindestens eingeplant werden, oft sogar mehr. Da erscheint ein Neubau vielleicht lohnender. „Damit würde man aber wertvolle Ressourcen auf den Müll werfen“, sagt Architekt und Bauberater Andreas Köhler vom Bauherren-Schutzbund. 

Wer seine Immobilie saniert, anstatt das Haus abzureißen und neu zu bauen, leistet hingegen einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Denn in jedem Gebäude steckt sogenannte graue Energie. „Davon sollte möglichst viel erhalten und weiter genutzt werden“, so Köhler. Graue Energie umfasst alle energetischen Aufwendungen bei: der Produktion, dem Transport, der Lagerung sowie der Verarbeitung der Bauteile und Materialien. Die klimafreundliche Sanierung eines Bestandsgebäudes mag aufwendig und teuer sein. Aber sie zahlt sich langfristig aus sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel.

„Wird die gesamte Lebenszeit der Immobilie betrachtet, profitieren Eigentümer langfristig von geringeren Betriebskosten“, so Alexander Steinfeldt, Energieexperte der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. 

Um die Kosten für eine umfassende Sanierung zu reduzieren, können Eigentümer verschiedene Förderprogramme in Anspruch nehmen, allen voran die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Ziel ist es, dauerhaft Energiekosten einzusparen und so das Klima zu schützen. Einzelmaßnahmen wie etwa die Dämmung der Gebäudehülle oder der Einbau effizienter Lüftungstechnik werden unter anderem bezuschusst. Eine Übersicht zu förderfähigen Maßnahmen an Wohngebäuden gibt es etwa online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zudem bieten viele Länder, Städte und Kommunen auch eigene  Förderprogramme an. dpa/tmn

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