Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

Wie man Schmetterlinge in den Garten lockt

Schmetterlinge ernähren sich vorwiegend von Nektar aus frischen Blütenständen.    Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn

Zitronenfalter, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz: Am liebsten hätten wir sie alle im Garten

Schmetterlinge bringen Farbe und Leben in jede grüne Oase. Flattern sie durch den Garten, ist das ein gutes Zeichen, denn "sie reagieren sehr schnell auf Veränderungen der Ökosysteme und spiegeln so deren Zustand wider“, sagt Heimtier-Fachreferent Jonas Liebhauser vom Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA). 

Etwa 3700 Schmetterlingsarten leben in Deutschland. Viele von ihnen sind klein und unscheinbar, andere erkennt man hingegen sofort - wie etwa das Tagpfauenauge oder den Schwalbenschwanz. Aus dem Garten ein Schmetterlingsparadies zu machen ist gar nicht so schwer. Hier kommen ein paar Tipps. Schmetterlinge ernähren sich von Blütennektar. Daher sollte man dafür sorgen, dass vom Frühjahr bis in den Spätsommer immer irgendwo etwas blüht. Doch welche Pflanzen sind geeignet? Am besten greift man hier zu heimischen Gewächsen wie Salbei, Lavendel oder Blutweiderich. 

Auch Bäume und Sträucher wie Sal-Weide oder Liguster können Schmetterlinge unterstützen. Schmetterlingsfreundliche Pflanzen gibt es auch in fertigen Samenmischungen. Aussäen kann man sie in einem Blumenkasten, auf einem Blühstreifen oder einfach frei im Garten. Wichtig: Verblühte Pflanzen nicht zu früh zurückschneiden. 

Übrigens: Schmetterlingsflieder klingt zwar wie gemacht für Schmetterlinge, allerdings kommt der ursprünglich aus China und ist daher weniger geeignet. Als gebietsfremde Art kann er heimische Pflanzen verdrängen - und damit auch solche, die für Schmetterlinge wichtig sind.

Lavendel ist bei auch beim Schwalbenschwanz beliebt.   Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn
Lavendel ist bei auch beim Schwalbenschwanz beliebt.   Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn

Damit die flatternden Schönheiten dauerhaft im Garten bleiben, kann man sie bereits in der Kinderstube zu unterstützen. Die Raupe ist zwar bekanntermaßen ein Nimmersatt, aber kein Allesfresser - was sind also geeignete Futterpflanzen für sie? Eine erste einfache Maßnahme kann sein, Unkraut sprießen zu lassen. 

Verschiedene Wildkräuter wie etwa Brennnesseln stehen nämlich auf dem Speiseplan von Tagpfauenaugen, Kleinen Füchsen und Admiral. Augenfalter hingegen ernähren sich von Süßgräsern Schwalbenschwänze und ausschließlich von Doldenblütengewächsen wie der Wilden Möhre.


dpa/tmn


Drei Tipps zur Baumpflege

Gerade in heißen Jahren macht die Pflege einen Unterschied

Sie sind Schattenspender, Luftfilter und natürliche Klimaanlagen: Bäume im Garten zu haben, hat viele Vorteile. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt Tipps, wie man die grünen Riesen pflegt.
1. Bäume richtig gießen Bäume gießt man am besten einmal pro Woche kräftig, das ist besser als jeden Tag ein wenig zu gießen. Denn so kann das Wasser auch in tiefere Bodenschichten vordringen. Mindestens 50 Liter Wasser sollten es dann pro Baum sein. 
Ein geeigneter Zeitpunkt ist morgens oder nach Sonnenuntergang. Das Wasser dabei langsam auf den Boden im Wurzelbereich gießen. Kurz warten, bis es versickert ist und dann erst nachgießen. Es kann helfen, den Boden vor dem Gießen etwas aufzulockern. 

Unternehmen aus der Region

2. Bäume düngen
Auch der stärkste Baum leidet, wenn ihm Wasser oder Nährstoffe fehlen. Es drohen schlaffe Blätter und Schädlingsbefall. Düngen kann man Bäume mit reifem Kompost und Algenkalk. Gedüngt wird unterhalb des Kronenbereiches.
Wächst Rasen unter dem Baum, sollte man den Dünger vorher mit Wasser vermischen und gut einschlämmen.
Das kann man alle zwei Jahre wiederholen - so sorgt man dafür, dass der Baum gesund bleibt und gut trägt.

3. Bäume schneiden
Ein Schnitt sorgt dafür, dass Gehölze gesund und kräftig bleiben. Obstbäume etwa sollten licht geschnitten sein. Das heißt, dass zu dicht stehende oder sich kreuzende Äste entfernt werden, damit Licht an jede Stelle des Baumes kommt. Wichtig: Für den Schnitt sauberes und scharfes Werkzeug verwenden.
 Aber Achtung: Die Brutsaison ist in vollem Gange. Wer jetzt schneiden will, sollte beachten, dass nur kleine Schnittarbeiten erlaubt sind. Vorher sollte man die Gehölze außerdem auf Nester kontrollieren. Eine Übersicht über Schnittzeitpunkte für Gehölze bietet der Nabu auf seiner Website an.


dpa/tmn

Meine Favoriten:
Alle Orte: