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Gemüse daheim anbauen: So gelingt es

Pastinaken keimen langsam und werden daher am besten im Topf vorgezogen, bevor sie ins Freiland kommen.    Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Ob Kübel, Hochbeet oder Balkon - So holt man bei der Ernte das meiste raus

Traditionelle Gemüsesorten feiern ihr Comeback in heimischen Gärten und Balkonkästen. Und das aus gutem Grund: Sie haben einen intensiven Geschmack und sind teilweise unempfindlicher gegenüber Schädlingen und Krankheiten, was sie automatisch pflegeleichter macht als moderne Sorten. Der Industrieverband Agrar (IVA) gibt Tipps zum Anbau und zur Pflege. 

Erst einmal wichtig zu wissen: Die unterschiedlichen Sorten bevorzugen verschiedene Standorte.
Sonne: Schwarzkohl, Gelbe Karotten, Tomaten, Pastinaken, Stängelkohl
Halbschatten: Mangold, Winterheckenzwiebeln, Erdbeerspinat.
Lieber vorziehen oder direkt aussäen? Das hängt von der Sorte und dem bevorzugten Standort ab. Mangold, gelbe Karotten oder Erdbeerspinat sind kältetolerant und werden ab März bis April direkt im Beet ausgesät. So können sie sich ganz natürlich an die Umweltbedingungen anpassen.

Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Schwarzkohl zieht man hingegen lieber auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor. Ausgepflanzt werden sie dann ab Mitte Mai. Durch den Wachstumsvorsprung sind sie robuster gegen Witterungseinflüsse.
Winterheckenzwiebeln und Pastinaken keimen langsam und profitieren von einer Vorkultur im Topf, bevor sie ins Freiland kommen.

Gemüse richtig düngen und gießen
Die Grundlage für gesunde Pflanzen bildet ein humusreicher, gut durchlässiger Boden. Der IVA empfiehlt, vor der Aussaat Kompost oder organischen Dünger in den Boden einzuarbeiten. Aber auch, während die Pflanzen wachsen, sollten sie mit Nährstoffen versorgt werden. So lässt sich der Ertrag steigern und die Pflanzenqualität verbessern. 

Wie viel man düngen muss, hängt vom Nährstoffbedarf der jeweiligen Sorte ab: Mangold, Kohl oder Tomaten brauchen zusätzliche Nährstoffe über die gesamte Wachstumsphase hinweg - dafür eignet sich mineralischer Langzeitdünger.
Bei Karotten oder Pastinaken reicht eine moderate Düngung mit gut verrottetem Kompost oder speziellem Gemüsedünger. 

Winterheckenzwiebeln und Erdbeerspinat genügt in ihrer Wachstumsphase etwas stickstoffbetonter Dünger. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, vor allem während andauernder Trockenperioden. Mulchen kann dazu beitragen, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt.
Übrigens: Traditionelle Gemüsesorten kann man auch problemlos auf dem Balkon und der Terrasse anbauen. Besonders unkompliziert ist etwa der Knollenziest, der bestens im Kübel wächst. Auch die Rote Murmel-Tomate gedeiht im Topf besonders gut.


dpa/tmn


Springen, aber sicher

Worauf es bei einem Trampolin ankommt

Ob für Kinder oder Erwachsene - ein Trampolin im Garten sorgt für Spaß und Bewegung. Doch wer die Sicherheit nicht mitdenkt, riskiert Verletzungen. Produktexperte Robert Ziegler vom Tüv Süd sagt, worauf Verbraucher achten sollten. 

Runde Gartentrampoline mit Durchmessern zwischen 2,50 und 5 Metern sind besonders beliebt - aber nicht überall sinnvoll. Für kleinere Gärten eignen sich kompakte Modelle, für ein dezentes Erscheinungsbild sogenannte Bodentrampoline. Wichtig dabei: Nur eine Person sollte gleichzeitig springen, um Kollisionen zu vermeiden. Achten Sie zudem auf die maximale Belastbarkeit. "Während kleinere Modelle meist für etwa 50 bis 100 Kilogramm ausgelegt sind, halten hochwertige Familienmodelle auch 150 Kilogramm und mehr aus“, so Ziegler. Der Standort entscheidet über die Sicherheit: Rund zwei Meter Abstand zu Zäunen, Mauern oder Bäumen sollte man mindestens einhalten - auch nach oben, etwa zu Ästen oder Dachvorsprüngen. Am besten steht das Trampolin auf ebenem Rasen, nicht auf Stein oder Pflaster. Bei Wind hilft eine Bodenverankerung, bei Sturm sollten Sicherheitsnetz und Sprungtuch abgebaut werden. 

Unternehmen aus der Region

Ein stabiler Rahmen aus verzinktem Stahl schützt vor Rost. Wichtig ist außerdem eine gut gepolsterte Randabdeckung, die Verletzungen verhindert. Auch die Nähte, Schraubverbindungen und Schweißstellen sollten sauber verarbeitet sein. 

Das Sprungtuch ist die am stärksten belastete Komponente - hier sorgen mehrfach vernähte Ränder und stabile V-Ringe für Haltbarkeit, so die Experten. Ein engmaschiges, fest gespanntes Sicherheitsnetz ist bei Geräten ab 1,5 Meter Durchmesser unverzichtbar, damit Nutzer nicht aus dem Gerät fallen. Das Trampolin sollte regelmäßig auf Roststellen, lose Schrauben oder poröse Polster überprüft werden. "Wetterbedingte Materialermüdung kann die Sicherheit deutlich beeinträchtigen", so Robert Ziegler.



dpa/tmn

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