Zwei neue Gesichter prägen das 2. Sinfoniekonzert des Osnabrücker Symphonieorchesters: der französische Gastdirigent Nathanaël Iselin und der junge Pianist Philip Hahn.
Iselin leitet ein Programm mit Jugendwerken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Georges Bizet und Wolfgang Amadeus Mozart. Im Zentrum des Abends steht Mozarts Klavierkonzert Nr. 5 in D-Dur, das der Komponist im Alter von 17 Jahren schrieb – ein Werk, das trotz seines frühen Entstehungszeitpunkts bereits erstaunliche Reife zeigt. Der Solopart liegt in den Händen von Philip Hahn, der mit seinen 16 Jahren nur wenig jünger ist als Mozart zur Zeit der Komposition.
Doch Hahn bringt weit mehr mit als nur technische Brillanz und Wettbewerbserfolge. Bereits 2021 verkörperte er im Kinofilm „Il Boemo“ von Petr Václav den jungen Mozart. Für diese Rolle wurde er nicht über ein klassisches Casting ausgewählt – der Regisseur wurde durch Hahns Auftritt in der Sendung „LittleBig Stars“ mit Thomas Gottschalk auf ihn aufmerksam. Dort stellte sich der damals Siebenjährige als „Wunderkind“ vor, berichtete von seinem Studium in der Schweiz und spielte Chopin. Eine besondere Parallele zur Rolle: Philip Hahn ist nicht nur Pianist, sondern auch Komponist und Dirigent, wie Mozartselbst. Gemeinsam mit seiner Schwester Laetitia Hahn tritt regelmäßig auf internationalen Bühnen auf.
Das Osnabrücker Publikum darf gespannt sein auf die Interpretation dieses frühen Meisterwerks durch einen jungen Künstler, der Mozart nicht nur musikalisch, sondern auch filmisch verkörpert hat.
Ermöglicht wird das Konzert vom Musikverein Osnabrück e. V.
2. Sinfoniekonzert
Solist: Philip Hahn (Klavier)
Dirigent: Nathanaël Iselin
Montag, 24.11.2025,
19.30 Uhr,
Osnabrück-Halle
2. Kammerkonzert: Streichsextette

Zwei Streichsextette unterschiedlicher Stilrichtungen stehen im Mittelpunkt des 2. Kammerkonzerts mit Danylo Gertsev (Violine), Nico Zurawski (Violine), Mariana Blanc (Viola), Minjeong Kim (Viola), Yuri Kim (Violoncello) und Felix Zimmermann (Violoncello).
Den Auftakt bildet das Sextett Nr. 5 op. 23 von Luigi Boccherini, einem Komponisten der Wiener Klassik, dessen Werke für Streicher durch klare formale Gestaltung und eleganten Stil überzeugen.
Im Anschluss erklingt das hochromantische Sextett Nr. 1 B-Dur op. 18 von Johannes Brahms, das durch seine kunstvolle motivische Verarbeitung und die dichte Klangstruktur einen beinahe orchestralen Charakter entfaltet. Ein musikalischer Bogen von der klaren Eleganz der Klassik bis zur leidenschaftlichen Ausdruckskraft der Romantik.
Sonntag, 30.11.2025, 11.30 Uhr, Theater am Domhof / Oberes Foyer