Schon ihr Ursprung ist durch kulturellen Austausch geprägt. Zwischen der arabischen Welt und der europäischen Sicht auf diese pendelt die Vorstellung von „Aladin“ zwischen östlicher Selbstermächtigung und westlicher Stereotypisierung.
Regisseur Marcelo Diaz und das Ensemble nehmen diesen Spagat bewusst in den Blick, ohne sich von Klischees einlullen zu lassen. Stattdessen rücken sie die menschlichen Themen ins Zentrum: den Wunsch, über sich selbst zu bestimmen, die Grenzen von Macht und die Frage, was Freiheit eigentlich bedeutet.
Denn zu Beginn des Stückes scheinen die Grenzen der Figuren klar bemessen: „Der Dschinn ist buchstäblich gebunden an die Lampe und wünscht sich nichts sehnlicher, als frei zu sein“, sagt Regisseur Marcelo Diaz. „Aladin ist in seiner Armut gefangen, die Prinzessin in ihrer Rolle als Thronerbin. Alle Figuren suchen auf ihre Weise nach Selbstbestimmung.“
Und erkämpfen sich diese im Laufe des Abenteuers. Denn wenn Aladin den Dschinn findet, hat er die Kraft, sein Leben zu ändern. Auch die Prinzessin nimmt ihre Freiheit persönlich in die Hand - denn wer bestimmt - eigentlich darüber, was eine Prinzessin tun darf oder nicht?
Als eigene Gestalter ihrer Geschichte suchen sie sich ihr gemeinsames Happy End, entgegen aller Rollenerwartungen würde ihnen nicht der böse Zauberer Dschafar einen Strich durch die Rechnung machen. Doch hat er mit Jasmins und Aladins Entschlossenheit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, gerechnet?
„Ich hoffe, dem jungen Publikum Mut zu machen, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen“, sagt Diaz. Neben der mitreißenden Geschichte darf sich das Publikum auf viel Energie auf der Bühne freuen „Sobald ich den Titel 'Aladin' hörte, dachte ich an Leidenschaft und Dringlichkeit“, erzählt der Regisseur. „Um Freiheit zu erobern, darf man keine Zeit verlieren. Das will ich auch körperlich auf der Bühne mit dem Ensemble sichtbar machen.“
Und so wird das Familienstück in Osnabrück zu einem Spektakel voller Bewegung, Musik und Humor - ein mitreißendes Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung.
Ein Anliegen, das der Förderverein OSKARS Freunde e. V. mit großer Leidenschaft teilt. Seit 2006 setzt er sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Bildung und Theatererlebnisse Selbstbewusstsein und Entscheidungsfreude zu schenken.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner „Coppenrath & Wiese“ ermöglicht der Verein und das Theater jedes Jahr das Highlight im Familienkalender: das Familienstück zur Weihnachtszeit.
Aladin und die Wunderlampe 6+
Familienstück zur Weihnachtszeit von Peter Raffalt
Inszenierung: Marcelo Diaz
Bühne und Kostüme: Anja Furthmann
Musik: Daniel Huss
Mit: William Hauf/ Saba Baghaei, Emil Schwarz/ Amaru Albancando, Sascha Maria Icks/ Monika Vivell, Sonja Gieseke/Solveig Eger, Amelie Althaus/ Annika Martens
Premiere
Sonntag, 30.11.2025, 16.00 Uhr, Theater am Domhof
Advent, Advent, Adventskalender!
Natürlich ist auch das Theater Osnabrück in diesem Dezember wieder fleißig am Wünsche erfüllen. Die Technik des Theater Osnabrück hat ihre Werkzeuge schon geschleift, die Schneiderei hat ihre Nähmaschinen geölt und das Ensemble hat sich warmgespielt. Ihrer Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Das gesamte Team des Theaters setzt sich dafür ein, magische Momente zu verschenken.
Wünsche und Ideen können noch bis zum 30. November an advent@theaterosnabrueck.de gesendet werden.
Theater-Match
Niemand zum gemeinsam ins Theater gehen? Lust auf neue Kontakte? Die große Liebe? Eine Theaterfreundschaft? Dann sollte man zum Theater-Match am Samstag, 03.01.2026, in die Vorstellung von „Wie es euch gefällt“ kommen. Das Theater Osnabrück findet das perfekte Match und gestaltet einen gemeinsamen Theaterabend. Weitere Infos findet man auf der Website des Theaters unter www.theater-osnabrueck.de .