Über die Stadt schreiben: Literaturwettbewerb
Die „Lingener Feder” ist ein Literaturwettbewerb, der erstmals im Rahmen des 1050-jährigen Jubiläums der Stadt durchgeführt wird. Unter dem Motto „Es geschah in Lingen …” waren Interessierte aufgefordert Texte zu verfassen.
Aus allen Einsendungen wählt eine Fachjury - zur Kernjury gehören die Journalistin Elisabeth Tondera, der Verleger Georg Aehling, die Buchhändlerin Dana Sprenger und Initiatorin Andrea Thal - derzeit die Longlist. Diese Texte werden in einem Buch veröffentlicht, und die Autoren erhalten die Möglichkeit, an verschiedenen Orten einem Publikum vorzulesen. Aus der Longlist werden die fünf besten Texte, die Shortlist, gewählt. Bei dieser Wahl erhält auch die Öffentlichkeit die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und für ihren Liebling abzustimmen. Die fünf Nominierten tragen an einem Galaabend am 6. November ihre Texte vor.
Akademieabend: Über Bildung diskutieren
Einen Akademieabend mit Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani gibt es im Rahmen des 1050jährigen Jubiläums der Stadt am 7. Oktober im Theater. Der Vortrag des Soziologen zeigt zunächst, dass Kindheit und Jugend am stärksten von gesellschaftlichen Veränderungen und Konfliktfeldern betroffen sind – paradoxerweise aufgrund der alternden Gesellschaft. Soziale Ungleichheitsverhältnisse, migrationsbedingte Diversität, Digitalisierung der Lebenswelten und die Pluralisierung von Familie werden als zentrale Dimensionen dieser Transformation skizziert, die zugleich unmittelbar bildungsrelevant erscheinen. Daraus lässt sich eine weitreichende Verschiebung der Funktionen von Sozialstaat und Bildungssystem ableiten. Vor diesem Hintergrund lassen sich abschließend die aktuellen Diskussionen in Bildungs- und Gesellschaftspolitik kritisch reflektieren und Leerstellen bestimmen.