
Das Emslandmuseum feiert mit einer Sonderausstellung das Stadtjubiläum. „Eine Stadt entsteht. Funde. Befunde. Quellen” gibt bis zum 31. August die Gelegenheit, tiefer in die Lingener Stadtgeschichte einzutauchen.
Tierschädel und Lederreste
Historische Schriftquellen sowie archäologische Funde und Befunde stehen im Mittelpunkt der Präsentation. Der neue Leiter des Emslandmuseum, Dr. Christof Spannhoff, und der Stadtarchäologe, Dr. Dieter Lammers, haben die verschiedenen Exponate und Hinweistafeln zusammengestellt. Die Besucher können sich beispielsweise ein Faksimile der Urkunde von Otto II. vom 25. April 975 ansehen, in der „Liinga” zum ersten Mal erwähnt wird. Archäologiefans können sich über die Grabung an der Gymnasialstraße informieren und beispielsweise einen Fassbrunnen aus dem Spätmittelalter bewundern. „Das Fass ist mein Lieblingsexponat”, erklärte Dr. Lammers bei der Ausstellungseröffnung.
Auch Tierschädel und Lederreste von Schuhen zeigt die Ausstellung, deren Fund auf eine Gerbergrube aus dem Mittelalter hindeuten. Christof Spannhoff ergänzt: „Unsere Idee war es auch, zu zeigen, wie Historiker und Archäologen arbeiten.” Zudem sollte auch der Mitmachfaktor nicht zu kurz kommen. Als Fotomotiv wartet deshalb ein mittelalterlicher Pranger auf mutige Gäste.