
Diese Dualität wirft wichtige Fragen auf: Wie beeinflussen persönliche Erlebnisse die berufliche Ethik? Welche Herausforderungen begegnen Opfern von Sexualverbrechen im Rechtssystem? Welche „Hürden“ sind im prozessualen Gerichtstermin zu meisten? Und welche Möglichkeiten haben Betroffene, um stabilisiert durch diesen Prozess zu gehen? Welche Verführungsstrategien gibt auf der Bühne?
Wir nähern uns aus künstlerischer, struktureller und persönlicher Sicht an die im Stück angesprochenen Themen und wollen diese im geschützten Raum weiterdenken. Was kann Theater anstoßen, was sollte verändert werden, was können wir beitragen zu einer Gesellschaft ohne sexualisierte Gewalt? Denn wie Roxane Gay in ihrem Buch „rape culture“ sagt: „Eine Kultur der Vergewaltigung herrscht weithin, immer noch, wieder zunehmend“.
Im Gespräch sind auf dem Podium Dagmar Winkelstraeter, ehemalige Jugendkammervorsitzende am Landgericht Osnabrück, Direktorin des Amtsgerichtes Nordhorn, Jessica Beier, Vertreterin der Stiftung Opferhilfe Osnabrück, Antonie Zschoch, und im Zuschauerraum die Schauspielerin des Abends Lua Mariell Barros Heckmanns sowie Vertreter*innen des WEISSEN RING Osnabrück.
Sonntag, 12.10.2025, 11.00 Uhr, emma-theater / Foyer