Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

Ersterwähnung Bad Essens: Abgabe von wertvollen Schweinen

Der „Reditus ecclesiae Osnabrugensis“ ist ein Register über die Einkünfte des Osnabrücker Doms. Foto: Ulrich Eckseler/NLA OS Rep 2 Nr.183

Historische Analyse zur Ersterwähnung von Bad Essen: Die gängige Datierung auf 1075 basiert auf einer beschädigten Urkunde. Eine gesicherte Nennung stammt aus dem „Reditus ecclesiae Osnabrugensis“.

Bad Essen beruft sich bei der Angabe seines Ortsalters auf die auf den Seiten 5 und 6 erwähnte Urkunde und nennt das Jahr 1075. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Die entscheidende Textstelle, an der der Ortsname „Essene“ genannt worden sein soll, ist beschädigt. Der Name ist heute nicht mehr lesbar. Die erste erhaltene, eindeutig lesbare Nennung Essenes, die im Landesarchiv zu finden ist, stammt hingegen aus einem anderen Dokument: dem „Reditus ecclesiae Osnabrugensis“.

Unternehmen aus der Region

Dabei handelt es sich um ein Einkünfteverzeichnis des Osnabrücker Doms. In dieser mittelalterlichen Quelle, die dem Zeitraum zwischen 1180 und 1205 zugeordnet wird, wird Essen im Zusammenhang mit seinen Abgaben an das Domkapitel aufgeführt. Der in dem Register genannte Propst Lentfried ist urkundlich aus dieser Zeit belegt. Auffällig: Für das Kirchspiel Essen werden unter anderem zwei Schweine als Abgabe verzeichnet – ein bemerkenswertes Detail, das interessanterweise auch in der beschädigten Urkunde auftaucht. Offenbar galten Schweine aus Essen damals als wertvolles Gut.
ue

Meine Favoriten:
Alle Orte: