Heiraten? Wozu soll das gut sein? Und wer braucht schon einen Prinzen, wenn es sich doch allein genauso gut regieren ließe? Die Prinzessin in diesem Märchen würde lieber selbst bestimmen, wann und wen sie heiratet.
Die Autorin Eva Rottmann hat eine humorvolle und augenzwinkernde Geschichte darüber geschrieben, was passiert, wenn es im Märchen einmal anders läuft als geplant. Auch wenn es heute beim Adel etwas moderner zugeht und zumindest in Europa das erstgeborene Kind, unabhängig vom Geschlecht, die Nachfolge antritt, ist dies im Märchen nicht vorstellbar. Ganz in der Tradition der klassischen Märchenerzählungen sucht der König einen männlichen Thronnachfolger.
Für die einzige Tochter muss eiligst ein Gatte gefunden werden, damit dieser in die Fußstapfen des Vaters treten kann: Gesucht wird ein Prinz, der vor allem gut regieren kann. Während der König und die Königin also Prinz Albert aus dem Nachbarland einbestellen lassen, grämt sich die junge Prinzessin und ist so gar nicht einverstanden mit den Zukunftsplänen ihrer Eltern.
Dass der Auserwählte sich dann aber als ein ebenso völlig untypischer Prinz entpuppt, passt sehr gut in die Geschichte. Als dann noch der blinde Drache aus Versehen den Prinzen statt der Prinzessin entführt, ist das Chaos komplett: Zum Glück aber behält die Prinzessin den Überblick, nimmt die Sache einfach selbst in die Hand und befreit den Prinzen. Das unterhaltsame Märchen spielt humorvoll mit Geschlechterklischees und wird vom Jungen Ensemble mit allerhand Live-Musik auf die Bühne gebracht. Das Publikum darf sich auf ein Theatervergnügen für die ganze Familie freuen.
DIE PRINZESSIN, DIE AUSZOG, DEN PRINZEN ZU RETTEN
Eva Rottmann
Inszenierung: Tanja Spinger Bühne und Kostüme: Margit Flagner
Musik: Felix Reisel
Mit: Saba Baghaei, Sonja Giesecke, Emil Schwarz
Premiere
Sonntag, 12.04.2026, 16.00 Uhr, emma-theater