Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

6. Sinfoniekonzert mit Christopher Lichtenstein und Michal Majersky

Zwischen Schicksal und Sehnsucht: Das 6. Sinfoniekonzert vereint Werke von Beethoven, Prokofjew und Tschaikowsky zu einem eindringlichen musikalischen Spannungsbogen voller existenzieller Ausdruckskraft

Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein dirigiert.
Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein dirigiert.
Wenn Leidenschaft auf innere Zerrissenheit trifft, entsteht Musik von existenzieller Wucht. Im 6. Sinfoniekonzert spannt Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein den Bogen von Beethovens dramatischer „Coriolan“-Ouvertüre über Prokofjews lyrisches Violinkonzert bis zu Tschaikowskys schicksalhafter Vierter - ein Abend über den Kampf des Menschen mit sich selbst und die befreiende Kraft der Musik.

Beethoven, Prokofjew und Tschaikowsky – drei Komponisten, drei Sprachen, ein roter Faden: die Leidenschaft des Extremen. Für Lichtenstein verbindet sie ein kompromissloser Ausdruckswille. „Alle drei sind auf ihre Weise Extremisten“, sagt er. „Beethoven sprengt formale Grenzen, Prokofjew überreizt die romantische Sprache, und Tschaikowsky legt sein Innerstes gnadenlos offen.“

Dieses Spannungsfeld prägt das 6. Sinfoniekonzert. Beethovens Coriolan-Ouvertüre eröffnet den Abend - Musik eines Menschen, der am eigenen Zwiespalt zerbricht.

Für Lichtenstein zieht sich dieser Konflikt durch das ganze Programm: „Wie Coriolan begegnet auch Tschaikowsky in seiner Vierten einem übermächtigen Schicksal. Doch während Beethoven im leisen Verstummen endet, ringt Tschaikowsky mit der 'Macht des Schicksals' bis zuletzt – und verwandelt sie in ein Jubelfinale ohnegleichen.“

Zwischen beiden Polen steht Sergej Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 g-Moll, ein Werk voll lyrischer Klarheit und stiller Glut. „Der zweite Satz erinnert mich an Bachs Konzert für zwei Violinen und Orchester“, sagt Lichtenstein. „Über einem Pizzikato-Ostinato entfalten sich eindrucksvolle Melodien, voller Spannung und Sehnsucht.“ Gemeinsam mit Michal Majersky als Solist will er diese Balance zwischen Distanz und Emotion intensiv ausloten.

Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4 schließlich wird für Lichtenstein zum tief persönlichen Bekenntnis. „Viele können sich in seinem Kampf wiederfinden“, meint er. „Dieses Werk weckt immer wieder die Freude, Mensch zu sein – nach aller Anstrengung weiterzumachen, nicht aufzugeben.“ 

„Es geht“, fasst der Generalmusikdirektor zusammen, „um den täglichen Kampf, den jeder von uns führt – und um die Kraft, die Musik uns geben kann, ihn zu bestehen.“

Das vollständige Interview mit Christopher Lichtenstein ist auf der Theater-Website zu finden.

6. SINFONIEKONZERT

Ludwig van Beethoven Coriolan-Ouvertüre
Sergej Prokofjew Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
Peter I. Tschaikowsky Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 60
Dirigent: Christopher Lichtenstein
Unterstützt durch Dälken

Sonntag, 12.04.2026, 18.00 Uhr und
Montag, 13.04.2026, 19.30 Uhr
Osnabrück-Halle

4. Kammerkonzert: Posaunenquartett

Im 4. Kammerkonzert spannt das Posaunenquartett einen musikalischen Bogen über fünf Jahrhunderte Musikgeschichte – von Klangwelten der Renaissance, wie die Französischen Tänze von M. Prätorius, über jazzige Eleganz mit H. Carmichaels Stardust bis zu Klassikern der Popkultur mit Royal Opera – einer Fusion aus Queen, Verdi, Madonna und Mozart. Ermöglicht wird das Konzert durch den Musikverein Osnabrück e. V.
Sonntag, 22. März 2026, 11.30 Uhr, Theater am Domhof/Oberes Foyer


Junge Konzerte

Der April nehmen die Konzerte für Kinder im Kindergartenalter alle Neugierigen mit auf eine „Vulkaninsel“. Nach den Konzerten können die Instrumente des Konzertes genauer unter die Lupe genommen werden. Zusätzlich bietet das Klanglabor am 30. April 2026 um 15.30 Uhr Kindern von 3 bis 5 Jahren Gelegenheit, sich selbst musikalisch auszuprobieren.
Alle Termine im Theater am Domhof/Oberes Foyer.

Meine Favoriten:
Alle Orte: