Das 8. Sinfoniekonzert des Osnabrücker Symphonieorchesters vereint drei Werke unterschiedlicher musikalischer Formen, die trotz ihrer Eigenständigkeit eine gemeinsame inhaltliche Linie erkennen lassen: die Auseinandersetzung mit Verlust, Erinnerung und Bewältigung.
Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens Trauermarsch aus der „Eroica“, Richard Strauss' „Sinfonische Metamorphosen“ sowie Maurice Duruflés „Requiem op. 9“. Jedes dieser Werke nähert sich dem Thema auf eigene Weise und entfaltet dabei eine eigenständige musikalische Sprache zwischen Ausdruck, Transformation und innerer Intensität.
Dem Konzert liegt ein historischer Zusammenhang zugrunde, der die drei Werke auf besondere Weise miteinander verbindet. Im Jahr 1943 wurde das Münchner Nationaltheater bei einem Bombenangriff schwer beschädigt – ein Ereignis, das Richard Strauss tief erschütterte.
Zwei Jahre später entstanden die „Sinfonischen Metamorphosen“, eines seiner letzten großen Orchesterwerke, das den Trauermarsch aus Beethovens „Eroica“ zitiert und damit Trauer und Erinnerung nicht durch Worte, sondern durch musikalische Ausdruckskraft erfahrbar macht.
Auch Maurice Duruflés „Requiem“ entstand in derselben Zeit des Umbruchs und eröffnet eine besondere Klangwelt von Verlust, Trauer und Trost. Der 1902 geborene französische Komponist, Organist und Musikwissenschaftler schuf mit dem „Requiem op. 9“ eines seiner bedeutendsten Werke, das abseits des häufig gespielten Konzertrepertoires neue musikalische Klangräume eröffnet.
So vereinen die drei Werke des Programms unterschiedliche Ausdrucksformen menschlicher Erfahrung in Zeiten von Krieg und Zerstörung.
Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein gestaltet gemeinsam mit den Solist*innen Susann Vent-Wunderlich und Jan Friedrich Eggers sowie dem Osnabrücker Jugendchor und dem Domchor einen Konzertabend voller Emotionalität, der unter die Haut geht.
8. SINFONIEKONZERT
Dirigent: Christopher Lichtenstein Solisten: Susann Vent-Wunderlich, Jan Friedrich Eggers Mit: Osnabrücker Symphonieorchester
Samstag, 20.06.2026, und Montag, 22.06.2026,
jeweils 19.30 Uhr,
Hoher Dom zu Osnabrück