Ob als Tee, Tinktur oder bewährtes Hausmittel - Heilpflanzen erfreuen sich seit Jahrtausenden großer Beliebtheit. Sie unterstützen unseren Körper bei den unterschiedlichsten Beschwerden und bieten oft eine sanfte Alternative zu synthetischen Medikamenten. Ein Überblick über bekannte Kraftpakete aus der Natur.
Die Arzneipflanze des Jahres 2026:
Ingwer Ingwer ist die Arzneipflanze des Jahres 2026, und dass die Pflanze kleine Wunder bewirken kann, wussten schon die Römer. Ingwer hat eine lange Tradition und wurde bereits in der Antike bei Erkrankungen von Magen, Darm und Atemwegen angewendet. Auch in der Klostermedizin des Mittelalters spielte Ingwer eine wichtige Rolle.
Antike Heldenmedizin: Gemeine Schafgarbe
Gemeine Schafgarbe Sie verdankt ihren botanischen Namen (Achillea millefolium) dem Kriegshelden Achilles, der damit einst die Wunden seiner Soldaten geheilt haben soll. Innerlich hilft sie bei Appetitlosigkeit, leichten Magen-Darm-Beschwerden mit Blähungen sowie bei menstruationsbedingten Krämpfen.



Äußerlich lindern Aufgüsse oder Cremes kleine und Hautentzündungen, Sitzbäder helfen bei Krämpfen im Beckenbereich. Für einen Tee werden zwei Gramm geschnittenes Schafgarbenkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergossen (zehn bis 15 Minuten ziehen lassen). Für ein Sitzbad zieht ein Aufguss aus 100 Gramm Kraut auf ein bis zwei Liter Wasser für 20 Minuten, bevor er ins Badewasser gegeben wird.
Schwarzer Holunder - Der Gift-Doppelgänger
Heilpflanze des Jahres 2024 war der schwarze Holunder, еr ist reich an Mineralstoffen, Flavonoiden sowie den Vitaminen A, B und C. Doch beim Pflücken im Spätsommer ist Vorsicht geboten, da Verwechslungsgefahr mit zwei giftigen Doppelgängern besteht: dem Roten Holunder und dem Zwergholunder.
Beim Zwergholunder sind sogar alle Pflanzenteile giftig. Er unterscheidet sich vom Schwarzen Holunder dadurch, dass er krautig wächst (nicht verholzt) und ein gelbes statt eines weißen Marks in den Zweigen besitzt. Holunderbeeren dürfen niemals roh gegessen werden! Sie enthalten den Giftstoff Sambunigrin. Die Lösung: Die Beeren müssen erhitzt werden, zum Beispiel beim Einkochen zu Saft, Gelee oder Marmelade, da das Gift erst dann zerfällt und seine Wirkung verliert.
Thymian: Der Klassiker bei Erkältungen
Thymian ist sowohl aus der Küche als auch aus der Hausapotheke nicht wegzudenken. Durch seine wertvollen ätherischen Öle, allen voran das Thymol, besitzt die Pflanze stark heilende Eigenschaften. Er fördert effektiv die Verdauung und ist ein bewährter Klassiker im Kampf gegen Husten und Erkältungskrankheiten.
Pfefferminze: Wohltat für Hals und Magen
Die Pfefferminze ist eine seit Langem bekannte und bewährte Heilpflanze. Sie entfaltet ihre wohltuende und lindernde Wirkung vor allem bei Halsbeschwerden und Magenproblemen.




Entzündungshemmer Arnika
Arnika entfaltet durch ihre Wirkstoffe eine wohltuende Wirkung auf Gelenke und Muskeln, und die Wirkung lässt sich am besten durch die Kombination mit warmem Wasser verstärken.
Heißt: Bei Sprudel- oder Gesundheitsbädern mit Arnika können sich die Muskeln effektiv entspannen. Die in der Heilpflanze Arnika enthaltenen Flavonoide und Sesquiterpenlactone fördern außerdem die Wundheilung und wirken sich positiv auf die Haut aus.
Alleskönner aus der Natur: Die Wegwarte
Die Wegwarte hat schon viele Titel erhalten: Sie ist die Blume des Jahres 2009, die Heilpflanze des Jahres 2020 sowie das Gemüse des Jahres 2005. Bekannter ist heute der aus ihrer Wurzel gezüchtete Chicorée als beliebter Wintersalat. Ihm wurden bei der Züchtung die meisten Bitterstoffe entzogen, sodass er im Geschmack milder ist als die Wildform. Der abgekühlte Tee aus Wurzel, Blättern und Blüten als Auflage wird bei unreiner Haut, Ekzemen und Augenentzündungen empfohlen.
Malve - die Schmuckdroge in Teemischungen
Malvenblätter werden etwa in Teeaufgüssen verwendet. Auch Malvenblüten finden dank ihrer kräftigen lila Farbe gerne als sogenannte Schmuckdroge in Teemischungen Einsatz, um diesen ein ansprechenderes Aussehen zu verleihen.



Das unterschätzte Beikraut - Brennnessel
Die Brennnessel wird völlig zu Unrecht als lästiges Unkraut abgetan. In Wahrheit ist sie eine der ältesten, vielseitigsten und kraftvollsten Heilpflanzen.
Sobald die Blätter getrocknet, gekocht oder kräftig mit dem Nudelholz überrollt werden, brechen die Brennhaare, und der „Brenn-Effekt“ verschwindet komplett. Sie schmeckt hervorragend als Suppe, wie Spinat zubereitet oder als Tee. Reichlich Eisen, Calcium, Kalium und Kieselsäure sind ebenfalls enthalten. Ann-Christin Blankmann
Zahl des Monats: 15.000
Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Dazu organisieren die DRK-Blutspendedienste rund 43.000 Blutspendetermine im Jahr - freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt auf dieser Grundlage mehr als 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab. Frauen können vier Mal, Männer sechs Mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Spenden muss ein Abstand von 56 Tagen liegen.
Krankenkasse übernimmt häufig Kosten
Akupunktur ist aus dem Bereich der alternativen Heilmethoden nicht mehr wegzudenken. Sie kann für verschiedene Beschwerdebereiche eingesetzt werden. Bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule sowie bei Kniegelenkarthrose übernehmen die Krankenkassen fast immer die Kosten. Viele Krankenkassen zahlen im Rahmen ihrer Mehrleistungen auch für die Behandlung anderer Beschwerden. Als Erstverschreibung erhält der Patient bei Knie- und Rückenschmerzen oft zehn Sitzungen verschrieben und bezahlt. Bei Bedarf können noch zehn weitere Sitzungen angehängt werden. Dabei ist es wichtig, dass der Akupunkteur von der Krankenkasse anerkannt ist. Um eine solche Anerkennung zu erhalten, muss sich der Therapeut oder Arzt in bestimmten Intervallen fortbilden und diese Fortbildungen auch nachweisen können. Nur so ist das Wissen auf einem aktuellen Stand, und der Patient kann von der Behandlung profitieren.
Man gewöhnt sich an alles?
Können wir Menschen uns an Hitze wirklich gewöhnen? Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge gibt es einen gewissen Anpassungseffekt - aber der hat Grenzen. „Innerhalb einer Hitzewelle wird es für den Menschen von Tag zu Tag, je länger die Hitzewelle andauert, eher belastender“, erklärt die DWD-MedizinMeteorologin Kathrin Graw und erklärt: „Vor allem, wenn auch die Erholung in der Nacht fehlt, wenn die Nächte ebenfalls warm bleiben und sich dadurch die Schlafqualität verschlechtert, dann kann die Hitze am nächsten Tag schlechter verkraftet werden.“ Dennoch sei der Mensch in der Lage, sich im Laufe eines Sommers etwas an Hitze anzupassen, erklärt die Medizin-Meteorologin. dpa