Je weiter wir in das Theater hineingehen, umso mehr lassen wir die Stadt hinter uns zurück. Pablo Lawall, der das diesjährige Residenzprogrammstudio Osna innehat, führt uns in seiner szenischen Collage „Probebühne 2“ gemeinsam mit Spielerinnen des Schauspielensembles und Osnabrücker*innen in die Tiefen des Theaters.
Im 2. Kellergeschoss des Theaters, nach langen Wegen durch spärlich beleuchtete Räume, gesäumt von Tausenden mit Alufolie verpackten Rohren und Kabeln, erreicht man die Probebühne 2. Die Probebühne 2 ist mittelgroß, sie ist kleiner als die Probebühne 1. An den Wänden sind Stoffkacheln, da hängt in vier Meter Höhe ein Plakat, niemand kann es genau entschlüsseln. An einer anderen Stelle ist ein interessanter Fleck. Es gibt eine Lüftung, aber sie ist nicht besonders gut.
Hier proben die Künstler*innen. Tag ein, Tag aus treffen sie sich, um große Kunst zu machen und sich gemeinsam in den Dienst einer Sache zu stellen. Zu viert, zu zehnt, zu fünfzig – sie proben. Aber schon länger liegt etwas schief. Ein Ton? Irgendetwas ist aus dem Ruder geraten. Und was nun?
“Probebühne 2“ nimmt eine Orchesterprobe als inhaltliche Folie, um übers Zweifeln, über Fehler, Missverständnisse und Widersprüche nachzudenken. Also darüber, was es bedeutet, Kunst zu machen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Unterstützt durch den Theaterverein Osnabrück e.V.
PROBEBÜHNE 2
Inszenierung: Pablo Lawall
Mit: Amaru Albancando, Solveig Eger, Michi Wischniowski, Josef Behr, Katherine Hannig, Ulrich Kremser, Claudia Lange, Niels van Ommering, Sabine Weichold, Alexander Wladarsch
Premiere
Sonntag, 12.04.2026, 16.00 Uhr, Theater am Domhof