Es ist schon fast Tradition geworden: Theater Osnabrück und Marketing Osnabrück haben auch in diesem Sommer wieder eine ordentliche Portion Sand vor dem Theater ausgebreitet. Der Theaterbeach lockt mit tollen Live-Acts in der Innenstadt und einem vielfältigen künstlerischen Programm.
Ganz neu am Theater ist hingegen Christopher Lichtenstein, der im Interview über seine Vision als Generalmusikdirektor spricht.
Auch ein neuer Programmpunkt in der Spielzeit des Theaters ist das Theaterfest. Am Samstag, 23. August, macht ab 14 Uhr das Haus seine Türen weit auf: Egal ob etwas andere Theaterführungen, Regie-Workshops oder Einblicke in das Programm der Spielzeit, der Tag am Theater für die ganze Familie bietet Stoff zum Eintauchen und Entdecken.
Mehr über die ersten Premieren der Spielzeit erfahren Sie in dieser Ausgabe.
Stellungnahme des Theater Osnabrück zur Absage der Produktion Ödipus Exzellenz
Das Stück Ödipus Exzellenz, das für die Eröffnung der Spielzeit 25/26 vorgesehen war, sollte im Kern das System der sexualisierten Gewalt von Amtsträgern der katholischen Kirche in Deutschland behandeln.
Das Stuück war als Überschreibung geplant, Grundlage dafür sollte der Text „Ödipus“ von Seneca sein. Es ging um das systemische Versagen der katholischen Kirche und deren Repräsentanten sowie die Kritik an diesen. Ein zentrales Anliegen war es, den Betroffenen von sexualisierter Gewalt eine Stimme zu geben.
An der Frage, wie ein katholischer Gottesdienst auf der Bühne künstlerisch umgesetzt werden sollte, entzündete sich ein Konflikt über die Frage nach der grundsätzlichen Kunstfreiheit des Teams. Selbstverständlich war diese zu jedem Zeitpunkt gegeben, der Intendant hat aber die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit an diesen Themen eingefordert.
1. Das Theater verwahrt sich gegen die völlig haltlose Unterstellung, es habe in Abstimmung mit dem Bistum Osnabrück gehandelt. Das ist nie passiert.
2. Die Darstellung des Gottesdienstes war letztlich auch im Sinne der Intendanz und hätte Teil der Inszenierung sein können. Der Intendant hatte eine Diskussion darüber angestrebt, wie das dramaturgisch umgesetzt werden könnte.
3. Die Absage erfolgte also nicht wie zum Teil unterstellt, um dem Thema Missbrauch und katholische Kirche auszuweichen, sonst hätte das Theater diese Produktion nicht beauftragt und auch nicht so prominent am Spielzeitbeginn mit diesem Team in den Spielplan gestellt.
4. Das Regieteam hat die gemeinsame Arbeit daran verweigert. Das Theater hat die Zusammenarbeit daraufhin beendet.