Herzkrankheiten wirken sich nicht nur körperlich aus, sondern können auch die Psyche erheblich belasten. Nach einer Diagnose müssen sich viele Betroffene einer neuen Lebenssituation stellen, etwa wegen Einschränkungen im Alltag oder Beruf.
Das könnte seelische Anpassungsprobleme zur Folge haben – im Extremfall auch psychische Erkrankungen mit unter anderem folgenden Symptomen: anhaltende Ängste, Vermeidung von Anstrengung aus Angst vor Beschwerden, Angst vor Nebenwirkungen der Medikamente, wiederkehrende Sorgen aufgrund der Krankheit, Konzentrations- und Schlafproblemen.
Generell ist die psychische Gesundheit eng mit der Herzgesundheit verbunden, so die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Eine Depression oder andere psychische Störungen gelten nicht nur als Risikofaktor für die Entstehung einer Herzerkrankung, sie können auch deren Verlauf negativ beeinflussen.
Doch was können Betroffene tun, um einen solchen Teufelskreis zu vermeiden? Fachleute raten zu verschiedenen Maßnahmen.
Ängste ansprechen
Wer anhaltende Sorgen oder Niedergeschlagenheit über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen bemerkt, sollte das bei behandelnden Medizinern offen ansprechen, etwa in der Kardiologie oder in der Hausarztpraxis. Sie können Behandlungsbedarf feststellen und Psychotherapie empfehlen.
In Bewegung bleiben
Körperliche Aktivität wirkt sich günstig auf die Herzgesundheit aus. Schon leichte, ärztlich abgestimmte Bewegung kann also helfen, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen, die Stimmung zu verbessern und Stress abzubauen.
Stress gezielt reduzieren
Entspannungstechniken wie Meditation oder sanftes Yoga können helfen, den Körper zu beruhigen, ebenso progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training. Um herauszufinden, was einem persönlich am besten hilft, rät die Deutsche Herzstiftung: ausprobieren.
dpa