Rauchen gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Nicht nur, wie viel geraucht wird, sondern auch, wann die erste Zigarette am Tag in den Mund genommen wird, spielt eine entscheidende Rolle.
Eine Auswertung von Daten mit mehr als 229.000 Teilnehmenden zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der ersten Zigarette nach dem Aufwachen und dem Risiko für Herzinsuffizienz. Je früher zur Zigarette gegriffen wird, desto höher ist das Risiko, unabhängig von der täglich gerauchten Menge. Besonders auffällig: Menschen, die innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufwachen rauchen, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, später eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, verglichen mit Nichtrauchern.
Herzgesundheit beginnt mit Prävention
Gleichzeitig scheint genau dieser Zeitpunkt das Herz besonders zu belasten. Rauchen bleibt einer der zentralen beeinflussbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neben Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und erhöhten Cholesterinwerten. Herzinsuffizienz ist eine häufige und ernst zu nehmende Erkrankung, bei der das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen kann. Neben klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck gewinnt das Verständnis für zugrunde liegende Mechanismen, etwa die Rolle des autonomen Nervensystems, zunehmend an Bedeutung. Die neuen Erkenntnisse liefern einen weiteren Baustein für die Prävention: Wer das Rauchen reduziert oder ganz aufgibt und insbesondere auf die Zigarette direkt nach dem Aufstehen verzichtet - trägt dazu bei, sein Herz langfristig zu schützen. Patienten, deren Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz durch Medikamente nicht ausreichend therapiert ist, sollten mit ihrem Hausarzt über eine weitere Therapie sprechen.
ots