Alles ist durchgetaktet, neben den Proben für das neue Stück, wird im Theater am Domhof weiterhin All our Stories gespielt und so bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Da passt es, dass die finnische Choreographin Johanna Nuutinen mit ÆON unseren Blickwinkel vergrößert und die Frage nach der menschlichen Existenz mit Anfang und Ende in den Fokus rückt.
Der Titel ÆON leitet sich ab vom Begriff Äon, der Bezeichnung für die größte Einheit in der Erdgeschichte, dem Erdzeitalter. Doch geht es Johanna Nuutinen nicht darum die vier großen Äonen vorzustellen oder sich mit der geologischen Definition zu quälen.
Nuutinen sucht die persönliche Auseinandersetzung mit dem Leben und den fortwährenden Zyklen unserer Existenz in denen Vergangenheit und Zukunft nah beieinander liegen und die immer wieder die Frage nach dem Ungewissen stellen.
Perfekt also, um sich so kurz vor dem neuen Jahr, inspiriert durch den Tanz, mit seiner ganz eigenen Existenz und den großen und kleinen Wünschen an die Zukunft auseinanderzusetzen.
Schließlich sollte das Publikum ein Ende weniger als Abschluss sehen, als mehr als eine Schwelle hin zur Veränderung, zu etwas Neuem.
ÆON Johanna Nuutinen
Choreographie: Johanna Nuutinen
Kostüme: Erika Turunen
Mit: Dance Company Osnabrück
Premiere
Samstag, 13.12.2025, 19.30 Uhr,
emma-theater