Mit der Wiedereröffnung des Bahnhofs erhält die Stadt nicht nur ein modernisiertes Empfangsgebäude, sondern einen vielseitigen Treffpunkt, zentral in der Innenstadt gelegen, für Reisende und Pendler. Die künftige Nutzung des Hauses zeigt, wie sich historische Architektur und zeitgemäße Anforderungen miteinander verbinden lassen.
Mobilitätszentrum der Bentheimer Eisenbahn
Im rechten Gebäudeflügel wird die Bentheimer Eisenbahn künftig das Reise- und Mobilitätszentrum betreiben. Dort erhalten Fahrgäste persönliche Beratung zu Nah- und Fernverkehrsangeboten sowie Unterstützung beim Ticketkauf. Ergänzt wird das Angebot durch einen Kiosk, der Reisenden und Gästen eine zusätzliche Versorgungsmöglichkeit bietet.

Italienisches Restaurant „La Stazione“
Ein besonderer Anziehungspunkt dürfte das neue italienische Restaurant „La Stazione“ werden. Betreiber ist Angelo Pálmisano, der in Lingen bereits durch das Restaurant „Da Sandro“ bekannt ist. In seinem neuen Restaurant im Bahnhof entstehen 70 Sitzplätze im Innenbereich sowie weitere 30 Plätze auf einer Terrasse mit Blick auf den Vorplatz. Seinen Gästen bietet er mediterranes Essen und Flair.
Auch die Aufenthaltsqualität wurde deutlich verbessert. Öffentliche Sanitäranlagen einschließlich barrierefreier WC-Anlagen stehen künftig allen Bahnhofsbesuchern zur Verfügung. Darüber hinaus wird ein Kümmererbüro als Anlaufstelle eingerichtet.
Ein wichtiges Merkmal des neuen Bahnhofs ist die Barrierefreiheit. Sämtliche Ebenen des Gebäudes, einschließlich der zweiten Etage, sind über einen Aufzug erreichbar. Das Gebäude selbst ist barrierefrei über eine Rampe zu erreichen.
Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone sieht in dem Projekt weit mehr als eine Gebäudesanierung. Der Bahnhof „öffnet unsere Stadt über die zahlreichen Zugverbindungen und den öffentlichen Busverkehr weit über unsere Region hinaus“.


Neuer lebendiger Stadtraum
„Doch nicht nur das Gebäude selbst verändert sich. Auch der Bahnhofsvorplatz wird zu einem neuen, lebendigen Stadtraum gestaltet. Die Ziele sind klar: mehr Grün, barrierearme Wegeführung und ein einladendes Straßenband in Richtung Innenstadt – ein sogenannter „roter Teppich“, der Gäste und Pendlerinnen wie Pendler gleichermaßen willkommen heißt“, ergänzt Krone.
„Hinzu kommen weitere gesellschaftliche Akzente. So ist im Umfeld des Bahnhofs ein „Platz der Kinderrechte“ vorgesehen. Das Projekt soll ein sichtbares Zeichen für Teilhabe und soziale Verantwortung setzen.
„Unser Bahnhof wird ein Ort für alle Generationen“, sagt Krone. „Ein Ort für Studierende auf dem Weg zur Hochschule, für Familien jeglichen Alters, Radreisende, Touristen, für Pendlerinnen und Pendler und für alle, die in Zukunft einfach gern hier verweilen möchten“.