
Zeitenwende – ein Begriff, der uns heute vertraut ist. Doch auch vor rund 300 Jahren erlebte Europa eine Epoche tiefgreifender Veränderungen, auch in der Musik. Das Konzert der Neuen Hofkapelle Osnabrück am 17. Oktober (19 Uhr) im Osnabrücker Schloss macht diese Zeitenwende hörbar. Im Konzert erklingt Musik von drei Persönlichkeiten, die zwar zur gleichen Zeit lebten, aber unterschiedlicher kaum sein konnten: Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Friedrich der Große, König von Preußen.
Ihre Lebenswege kreuzen sich – und zugleich stehen sie für einen grundlegenden Wandel in der Musik. Musik soll nicht mehr allein prächtig und kunstvoll sein – sie soll sprechen, überraschen, bewegen und den Hörer unmittelbar erreichen.
Georg Philipp Telemann, zu seiner Zeit berühmter als Johann Sebastian Bach, war ein musikalischer Europäer und einer der vielseitigsten Komponisten seiner Epoche. Eine ganz persönliche Verbindung führt zu Carl Philipp Emanuel Bach: Telemann war dessen Patenonkel. Bach, der berühmte Sohn Johann Sebastian Bachs, wurde zu einem der wichtigsten Wegbereiter einer neuen musikalischen Sprache. Für seine musikalischen Vorstellungen geriet er sogar mit seinem Dienstherrn aneinander. Und der war immerhin der König von Preußen: Friedrich der Große.
➡ Neue Hofkapelle Osnabrück,
Osnabrück, Schloss, 17.10.