Geschäftsführer Gerrit Terfehr über Nominierung, Entwicklung und Zukunft
Was bedeutet Ihnen die Nominierung für den Emsländischen Unternehmenspreis?

Die Nominierung freut uns sehr – gerade in der Kategorie Unternehmensentwicklung.
Wir sind 1984 als klassisches Bauunternehmen mit eigenem Planungsbüro gestartet und haben uns seitdem Schritt für Schritt weiterentwickelt. Dabei ging es nie darum, einfach nur größer zu werden. Neue Bereiche müssen zu uns passen. Vor allem ist die Nominierung für mich eine Anerkennung für unser Team, das Verantwortung übernimmt, Ideen einbringt und neue Geschäftsbereiche mitträgt.
Wie sehen Sie die Zukunftsaussichten für Ihr Unternehmen?
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen in der Baubranche schauen wir positiv nach vorn. Unser Kern bleibt das Bauen. Gleichzeitig wollen wir möglichst viel Know-how im Unternehmen halten - von der Planung bis zu eigenen handwerklichen Bereichen und der Projektentwicklung. Mit Straßen- und Tiefbau erweitern wir unser Spektrum erneut. Mit deichlab geben wir zudem Erfahrungen aus Digitalisierungs- und Veränderungsprozessen weiter. Aber wir laufen nicht jedem neuen Thema hinterher: Es muss zu uns passen und wirtschaftlich sinnvoll sein.
Wie sehen Sie die Entwicklung des Emslandes im Vergleich zu anderen Regionen?
Das Emsland ist eine starke Unternehmerregion. Viele mittelständische und familiengeführte Betriebe denken langfristig, investieren und übernehmen Verantwortung. Die Wege sind kurz, die Mentalität ist pragmatisch: Probleme werden nicht nur diskutiert, sondern man versucht, Lösungen zu finden. Das Emsland muss sich nicht verstecken. Dieser Vorteil ist aber nicht selbstverständlich. Bei Bürokratie, Infrastruktur, Fachkräften und Genehmigungsverfahren müssen die Rahmenbedingungen stimmen, damit Unternehmen weiter investieren und Neues anstoßen.
Felicitas Ehrhardt