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Drei Kilogramm in einer Woche: So erkennt man unseriöse Diäten

Gemüse als Hauptdarsteller: Wer bei Mahlzeiten den Fokus darauf legt, macht in Sachen Ernährung ziemlich viel richtig und es hilft besser, als Crash-Diäten zu machen.   Foto: Vira Simon/Westend61/dpa-tmn

Gezielt am Po Fett verlieren? Wenn eine Diät das verspricht, ist Skepsis angesagt

Was ist ein realistisches und gesundes Abnehmziel? Und was nicht. Denn es sind längst nicht alle Diäten seriös - statt zum Erfolg führt manch eines eher zu Frust, Heißhunger und einem JoJo-Effekt. Die Verbraucherzentrale Bayern nennt diese Warnzeichen für unseriöse Diäten:

Es werden schnelle Erfolge versprochen
Mehrere Kilos pro Woche abnehmen? Dann gehen meist vor allem Wasser und Muskelmasse verloren, aber nicht Fett. Laut der Verbraucherzentrale ist eine Abnahme von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche realistisch und gesund. 

Die Diät wirbt mit gezieltem Fettverlust an bestimmten Körperstellen: So schön es auch wäre - steuern lässt sich nicht, wo genau der Körper Fett einlagert und es zuerst wieder loslässt. Das hängt unter anderem von Geschlecht und Genetik ab. 

Zu geringe Kalorienzufuhr: Wer ständig Hunger hat, futtert irgendwann wahrscheinlich den halben Kühlschrank leer. Diäten, die eine Energiezufuhr von unter 1.000 Kilokalorien empfehlen, sind laut Verbraucherzentrale kaum durchzuhalten. 

Einseitige Ernährungsformen: Bestimmte Gruppen von Lebensmitteln sind tabu? "Solche Diäten können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, weil zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden", warnt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. 

So klappt es auf Dauer mit dem Abnehmen
Doch wie klappt es nun dauerhaft mit dem Gewichtsverlust? "Eine gute Diät ist keine Diät im klassischen Sinne", sagt Katharina Holthausen. Soll der Gewichtsverlust von Dauer sein, kommt man um eine Ernährungsumstellung nicht herum. "Die sollte alltagstauglich sein, Vorlieben berücksichtigen und den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen", so die Expertin. 

Und sie sollte nicht auf Verboten aufbauen, denn die erzeugen erst recht Heißhunger auf Kuchen, Schokolade und Chips. Besser: in kleinen Portionen in die Ernährung einbauen und bewusst genießen. 

Generell gilt: Abnehmen gelingt nur, wenn ein sogenanntes Kaloriendefizit vorliegt, wir also weniger Energie aufnehmen als wir verbrauchen. Um sich darüber einen Überblick zu verschaffen, kann es sinnvoll sein, vorübergehend Kalorien zu zählen. Wer täglich etwa 500 Kalorien einspart, kann laut der Stiftung Warentest rund ein halbes Kilogramm pro Woche verlieren. 

Viele Diäten versprechen schnelle Erfolge: Wer mehrere Kilos pro Woche abnimmt, verliert meist Wasser oder Muskelmasse statt Körperfett, und riskiert den Jo-Jo-Effekt    Foto: Pia Bayer/dpa/dpa-mag
Viele Diäten versprechen schnelle Erfolge: Wer mehrere Kilos pro Woche abnimmt, verliert meist Wasser oder Muskelmasse statt Körperfett, und riskiert den Jo-Jo-Effekt    Foto: Pia Bayer/dpa/dpa-mag

Um Kalorien einzusparen, können unter anderem folgende Strategien helfen:
1. Kleinere Essensportionen
2. Feste Essenszeiten statt ständigem Snacken, dadurch isst man nämlich meist mehr
3. Mehr Gemüse essen
4. Softdrinks weglassen
5. Die Ernährungsumstellung sollte am besten von Bewegung begleitet werden, denn dadurch verbraucht der Körper Energie. "Für den Einstieg empfiehlt sich zum Beispiel eine halbe Stunde Spazieren, die nach und nach verlängert oder durch Radfahren und Schwimmen ergänzt werden könnte", so Ernährungsexpertin Ina Bockholt von der Stiftung Warentest.


dpa


Warum zu viel Salz nicht gut ist

Das Herz schützen: Tipps für eine salzarme Ernährung

Gerade jetzt kochen wir auch gerne mal einen deftigen Eintopf, der allerdings häufig auch mit viel Salz gewürzt ist. Zu viel Salz schadet aber dem Körper. 

Wie es gesünder geht, weiß Tim Farin vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sechs Gramm Salz pro Tag. Das ist schnell erreicht und auch überschritten. Aber was passiert, wenn man täglich zu viel Salz isst? Tim Farin: "Mit dem Speisesalz gelangt Natriumchlorid in den Körper, und das hat gesundheitliche Risiken, zum Beispiel für Bluthochdruck, in der Folge für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Positive ist allerdings, mit einer salzarmen Ernährung lässt sich der Bluthochdruck im Zweifelsfall auch wieder senken." 

Unternehmen aus der Region

Zu viel Salz kann auch das Risiko von Typ-2-Diabetes erhöhen und dabei gibt es leckere Alternativen. Zum Beispiel bringen Kräuter und Gewürze viel Geschmack ins Essen. Tim Farin sagt: "Selber kochen mit wenig Salz, das ist natürlich eine einfache Alternative und salzarme Lebensmittel zu nutzen, das sind zum Beispiel Obst, Gemüse aber auch Sauermilchprodukte. Und beim Salzen von Wasser, wie zum Beispiel für Kartoffeln, Reis und Nudeln, da sollte man eben auch nicht übertreiben." 

Übrigens: Wenn wir Salz kaufen, sollten wir darauf achten, dass Jod enthalten ist, rät der "Diabetes Ratgeber, denn das Jod ist wichtig für Schilddrüse, Nerven und Hirn.


ots/ac

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