Manchmal ist der Alltag so stark durchgetaktet, dass selbst ein schnelles Käsebrot nicht drin ist. Der Magen knurrt aber? Dann wollen Trinkmahlzeiten die Lösung sein. Satt machen sollen sie und den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen - so das Versprechen der Hersteller.
Besser als Pommes und Curry Wurst
Was ist da dran? Sechs Trinkmahlzeiten hat sich die Stiftung Warentest genau angeschaut. Ihr Fazit: "Wenn es mal schnell gehen muss, sind sie besser als Currywurst mit Pommes und Mayo." In Sachen Vitamine und Mineralstoffe übereinstimmen sie meist grob mit den Empfehlungen von Fachgesellschaften. Auch die Gesamtfettgehalte sind akzeptabel. Allerdings seien die flüssigen Mahlzeiten auf Basis von Milch, Erbsen oder Hafer nicht als regelmäßiger Ersatz für ausgewogenes Essen geeignet, so die Warentester. Warum?
Drei Kritikpunkte der Warentester
Menschen mit Nierenproblemen aufgepasst: Alle Trinkmahlzeiten in der Auswahl liefern unnötig viel Eiweiß, wie die Warentester feststellen. Für gesunde Menschen ist das kein Problem. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion können zu viel Proteine jedoch das Organ belasten. Auch wenn den Produkten kein Zucker zugesetzt wird, enthalten sie - allein durch die Zutaten - bis zu 30 Gramm pro 500 Milliliter.
Und das heißt auch: Sie enthalten kurzkettige Kohlenhydrate, die rasch ins Blut wandern. Dadurch entstehen Blutzuckerspitzen, die für Menschen mit (Prä-)Diabetes problematisch sind. Für sie sind Trinkmahlzeiten daher weniger geeignet, so die Tester.
Fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, kann Heißhunger entstehen. Dazu kommt: So mancher Drink enthält den Süßstoff Sucralose, der in Verdacht steht, den Appetit anzuregen. Das Kauen fällt weg - und damit auch dessen Vorteile. So eine Trinkmahlzeit ist fix heruntergekippt - schließlich muss man sie nicht kauen. Dabei ist dieser Vorgang wichtig: Essen, das im Mund zerkleinert werden muss, macht uns in aller Regel länger satt. Flüssige Mahlzeiten können zudem dazu verleiten, insgesamt mehr Essen zu sich zu nehmen als nötig. Zudem das flüssige Essen - schaut man sich dessen Energiegehalt an - deutlich mehr als nur ein Snack ist. Die Trinkmahlzeiten liefern zwischen 400 und 515 Kilokalorien - und damit etwa so viel wie eine Hauptmahlzeit, so die Stiftung Warentest.
Weniger Schmerz
Wie Omega-3 bei Rheuma hilft
Lachs, Nüsse und Leinöl - das sind Lebensmittel, die dabei helfen, Entzündungswerte zu senken und bei Rheuma Schmerzen und Steife in den Gelenken zu verringern. Verantwortlich für diesen lindernde Effekt sind Omega-3-Fettsäuren, die für ihre antientzündliche Wirkung bekannt sind.
"Vollkorn aus Haferflocken, Hirse, Roggen oder Dinkel spielt eine wichtige Rolle in der antientzündlichen Ernährung", erklärt Prof. Dr. Andreas Michalsen, Experte für klinische Naturheilkunde im Magazin Apotheken Umscha".
Gesund sind diese Vollkorn-Produkte vor allem wegen der enthaltenen Ballaststoffe, die den Darmbakterien als Futter dienen. Diese haben Einfluss auf unsere Körperabwehr und lindern so indirekt Entzündungsreaktionen. Eine entzündungshemmende Ernährung lohnt sich vor allem im Alter, denn chronisch leicht erhöhte Entzündungswerte fördern Muskelschwund und Kraftverlust.
dpa/ots