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Klimacenter Werlte: Nachhaltig bauen und sanieren

Persönliche Energieberatung zu Heizsystemen und Förderungen, vergünstigte Initialberatung, kostenlose Termine der Verbraucherzentrale sowie Ausstellung nachhaltiger Bau- und Sanierungslösungen

Das Gebäude selbst ist Anschauungsobjekt. Fotos: Klimacenter
Das Gebäude selbst ist Anschauungsobjekt. Fotos: Klimacenter

Steigende Energiekosten und der Wunsch nach einem gesunden Wohnklima beschäftigen viele Eigentümer von Einfamilienhäusern.

Wer sein Haus modernisieren oder energetisch sanieren möchte, steht jedoch oft vor vielen Fragen: Welche Heizung passt zum Gebäude? Und welche Förderprogramme gibt es? Unterstützung bietet das Klimacenter in Werlte mit unabhängigen Beratungs- und Informationsangeboten.

Im Mittelpunkt stehen persönliche Beratungen zu nachhaltigen Heizsystemen. Hausbesitzer erhalten eine erste Einschätzung, welche Technik für ihr Gebäude geeignet sein kann und welche Fördermöglichkeiten bestehen. Diese Initialberatung kostet 50 Euro. Mit einem Gutscheinheft, das im Klimacenter sowie in den Rathäusern der umliegenden Gemeinden erhältlich ist, reduziert sich der Preis um 50 Prozent. Ansprechpartner für die Beratung im Klimacenter ist Reimund Schlangen (Schlangen@3-n.info, 05951/9893-16).

Unternehmen aus der Region

Zusätzlich bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen an jedem zweiten Freitag im Monat eine kostenlose Energieberatung im Klimacenter an. Die Terminvergabe erfolgt über die zentrale Telefonnummer der Verbraucherzentrale (0800-809 802 400).

Das Klimacenter selbst ist ein Beispiel für nachhaltige Sanierung. Das Gebäude gehörte früher zur Hümmling-Kaserne und wurde nach deren Schließung 2003 von der Gemeinde Werlte übernommen. In einem Modellprojekt des Landkreises Emsland und der Gemeinde Werlte wurde das ehemalige Kompaniegebäude anschließend energetisch umgebaut. Ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk versorgt das Gebäude mit Wärme. 

Raimund Schlangen berät.
Raimund Schlangen berät.

Verschiedene Dämmvarianten im Dachbereich ermöglichen spürbare Vergleiche der bauphysikalischen Wirkung. In den Ausstellungsräumen des Gebäudes werden unterschiedliche Lösungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren vorgestellt. Dazu gehören unter anderem Wärmepumpen, Pellet- und Hackschnitzelheizungen, Photovoltaik und Solarthermie sowie Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Besonders anschaulich ist die Fassadengestaltung mit verschiedenen Dämm- und Baustoffsystemen. 

Mehr als 50 Messfühler erfassen kontinuierlich Klimadaten und zeigen, wie sich unterschiedliche Materialien auf Temperatur und Feuchtigkeit auswirken. Auch bei Fenstern und Fußböden wurde auf natürliche Materialien wie Holz oder Linoleum gesetzt. Der Erfolg der Sanierung ist messbar: Im rund 2 000 Quadratmeter großen Gebäude werden jährlich etwa 99 Tonnen CO₂ bzw. rund 16 000 Liter Heizöl eingespart. 

Für Einfamilienhausspart. Für Einfamilienhausbesitzer bietet das Klimacenter damit eine gute Möglichkeit, sich praxisnah über nachhaltiges Bauen und Sanieren zu informieren. Beratungen und Besichtigungen mit Führung sind nach vorheriger Terminvereinbarung möglich beim: Klimacenter Werlte (Kompaniestraße 3), Infos im Internet: www.3n.info. pm

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