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Emsländer Baustoffwerke: „Innovation muss konkreten Nutzen schaffen“

Die Geschäftsführer der Emsländer Baustoffwerke: Bernhard Göcking (l.) und Cornelius de Boer. Foto: Tobias Bruns

Geschäftsführer Bernhard Göcking im Interview über die Nominierung für den Emsländischen Unternehmenspreis, regionale Verwurzelung und wie nachhaltige Innovationen die Zukunft des Baus sichern

Geschäftsführer Bernhard Göcking über die Nominierung für den Emsländischen Unternehmenspreis, die PreFabWall als Antwort auf zentrale Herausforderungen der Bauwirtschaft und die Verbindung von Innovation, Nachhaltigkeit und regionaler Verantwortung.

Was bedeutet Ihnen die Nominierung für den Emsländischen Unternehmenspreis?

Die Nominierung ist für uns eine große Anerkennung – insbesondere, weil sie unsere Innovationskraft würdigt. Mit der PreFab Wall verbinden wir bewährten Kalksandstein mit Digitalisierung und Robotik. Entscheidend ist für uns dabei nicht die Technologie an sich, sondern ihr konkreter Nutzen: Bauprozesse werden effizienter, präziser und schneller.

Gleichzeitig adressieren wir zentrale Herausforderungen der Branche. Durch die Verlagerung vieler Arbeitsschritte in eine automatisierte Vorfertigung können wir dem Fachkräftemangel begegnen und Bauzeiten verkürzen. Gerade angesichts des hohen Bedarfs an Wohnraum ist das ein wichtiger Beitrag: Wenn schneller gebaut werden kann, entsteht dringend benötigter Wohnraum früher.

Wie sehen Sie Ihre Entwicklung in einer Region wie dem Emsland?

Wir sind seit über 125 Jahren fest im Emsland verwurzelt. Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und Unternehmergeist prägen unsere Region und auch unser Unternehmen. Diese Verwurzelung ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Gleichzeitig müssen wir über die Region hinausdenken. Die Bauwirtschaft verändert sich, und damit verändern sich auch die Anforderungen an unsere Produkte und Prozesse. Deshalb investieren wir in moderne Technologien und entwickeln unser Unternehmen kontinuierlich weiter. Unser Ziel ist, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu sichern und gleichzeitig überregional wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie gehen Sie mit dem Thema Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen um? 

Nachhaltigkeit ist für uns eine langfristige unternehmerische Aufgabe. Als Baustoffhersteller geht es dabei um - den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und Energie ebenso wie um effiziente Produktionsprozesse und langlebige Produkte. Digitalisierung und Automatisierung können dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Bei der PreFabWall beispielsweise ermöglicht die digitale Planung eine sehr präzise Fertigung. Materialeinsatz und Arbeitsabläufe lassen sich dadurch gezielter steuern.

Unternehmen aus der Region

Für uns bedeutet nachhaltiges Wirtschaften, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammenzudenken. Lösungen müssen technisch sinnvoll, ressourcenschonend und dauerhaft wirtschaftlich tragfähig sein. Genau darin sehen wir unseren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Bauwirtschaft.

Gerd Mecklenborg

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