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Wiedereröffnung Tankstelle von Günther John in Herbrum: Neuanfang nach Brand

So sieht das Unternehmen heute aus. Foto: John

Offizielle Einweihung am 23. August nach dem Brand von 2024 mit größerem Shop, Café- und Bistrobereich, belegten Brötchen sowie Hüpfburg, Kinderschminken und Glücksrad

„Für Herbrum sind wir das, was Meyer für Papenburg ist“, sagt Günther John über sein Unternehmen - und legt nach: größter Arbeitgeber im Ort, flächenmäßig größter Betrieb und nach seinen Angaben auch größter Gewerbesteuerzahler.

Seit 26 Jahren führt John seinen Betrieb an der Meppener Straße. Nach dem Brand von 2024 beginnt dort nun ein neues Kapitel. „Die Tankstelle wird wiedereröffnet“, sagt John. Doch wer den früheren Betrieb kannte, dürfte schnell feststellen, dass diese Beschreibung zu knapp ausfällt. Statt den alten Zustand einfach wiederherzustellen, hat der Unternehmer die Gelegenheit genutzt, den Betrieb neu auszurichten und das Angebot zu erweitern.

Unternehmen aus der Region

Das Gebäude ist neu, der Shop größer und offener, hinzugekommen sind ein Café- und Bistrobereich und eine neue Auslage mit belegten Brötchen. „Tanken und Mehr ist nicht nur der Titel, sondern unsere Unternehmensphilosophie. Alles ist jetzt großzügiger, einladender, wärmer - schön halt“, sagt John. Besonders auf den Bistro- und Kaffeebereich sei er stolz. Seit April 2026 läuft der Betrieb wieder im neuen Gebäude, am 23. August 2026 folgt die offizielle Einweihung. Bis dahin war es ein Gebäude, am 23. August 2026 folgt die offizielle Einweihung. Bis dahin war es ein langer Weg. 

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2024 brannte die Tankstelle ab. John spricht rückblickend von seinem „Traum, der in Schutt und Asche lag“. Lange still stand der Betrieb trotzdem nicht. Schon nach drei Tagen konnte wieder Kraftstoff verkauft werden. Dafür wurde zunächst ein Provisorium eingerichtet, später zog der Betrieb vorübergehend in das Nachbargebäude. Dass das so schnell gelang, schreibt John auch der Unterstützung nach dem Brand zu. „Alle Firmen, die hier beteiligt waren, haben nicht nur gearbeitet, die haben auch geholfen“, sagt er. Sie hätten mit dazu beigetragen, „meinen Traum in Rekordzeit wieder aufleben zu lassen“.

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Fast zwei Jahre wurde geplant, gebaut und eingerichtet. Für John fühlt es sich befreiend an, wieder am alten Standort angekommen zu sein. „Dass alles irgendwann wieder seinen Lauf nimmt und dass alles wieder nach vorne geht, macht einen schon stolz.“ Auch die Resonanz der Kunden stimme ihn zufrieden: „Wir sehen ja, dass es gut angenommen wird. Die Entscheidung, zu vergrößern, war genau richtig.“

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Vor 26 Jahren entschied sich John bewusst für Herbrum und die Lage an der B70. „Das ist das Tor zu Papenburg“, sagt er. Viele seiner Kunden kennt John seit Jahren. Manche offenbar so gut, dass sie bei einem Anliegen ausdrücklich den Chef sprechen wollen. „Der Chef verbringt halt sehr viel Zeit mit Kundenpflege und Betreuung“, sagen die Mitarbeiter im Gespräch.

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Zwischen Benzin, Mietwagen und Anhängern geht es dabei nicht immer nur ums Geschäft. „Eine Tankstelle ist ja nicht nur Tankstelle“, sagt John lachend. „Das ist auch psychologische Betreuung, Treffpunkt oder der Ort, wo du dir einen guten Tipp abholen kannst. All das gehört hier mit dazu.“

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Diese persönliche Nähe soll auch bei der Wiedereröffnung sichtbar werden. Dann sind unter anderem eine Hüpfburg, Kinderschminken, ein Glücksrad und Rundfahrten für Kinder mit einem historischen Feuerwehrfahrzeug geplant. Außerdem wird das neue Gebäude kirchlich eingesegnet. Für John ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Die Erlöse der Feier sollen den Herbrumer Vereinen für ihre Jugendarbeit zugutekommen. Auch damit schließt sich ein Kreis.

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Schon bei der ersten Eröffnung vor 26 Jahren hatte er die Einnahmen gespendet - damals an die Grundschule. Nun wird wieder gefeiert. Vieles ist größer und moderner geworden, doch Johns Anspruch ist derselbe geblieben: nah am Ort, ganz nah an den Kunden und gerne mit einer Ansage, die hängen bleibt. Felicitas Ehrhardt

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