Mit der neuen Wassermühle am Ankumer See ist ein ganz besonderes Stück alter Geschichte neu zum Leben erweckt worden. Nach intensiver Planung, ehrenamtlichem großem Engagement und gut zwei Jahren Bauzeit konnte das beeindruckende Projekt nun erfolgreich fertiggestellt werden. Federführend für die gesamte Organisation, Planung und Umsetzung war der Heimat- und Verkehrsverein Ankum, der passend zu seinem 75-jährigen Jubiläum in diesem Jahr ein wahrlich historisches Großprojekt verwirklichen konnte.
Das neue Schmuckstück orientiert sich an der historischen Wassermühle des Gutes und Adelssitzes Brunning aus dem 16. Jahrhundert. Die alte Mühle war im Laufe der Zeit baufällig geworden und wurde vor gut zehn Jahren abgetragen. Umso bemerkenswerter ist es, dass beim Neubau originale Teile der historischen Mühle wiederverwendet werden konnten. Auch der neue Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe des ursprünglichen Platzes der alten Wassermühle am Verlauf des Ankumer Baches. Das Gesamtprojekt mit Mühlengebäude, Technik und großzügig gestalteten Außenanlagen hatte ein Investitionsvolumen von rund 500.000 Euro. Möglich wurde die Realisierung durch öffentliche Fördermittel aus dem dem LEADER-Programm, Dorfentwicklungsprogramm „AnKe“ (Ankum-Kettenkamp) sowie durch einen Zuschuss der Gemeinde Ankum. Hinzu kamen fast 70.000 Euro an Spenden. Einen entscheidenden Beitrag leisteten außerdem die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins selbst: Mit weit mehr als 1.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde das Projekt tatkräftig unterstützt.
Mit dem Wiederaufbau der alten Mühle bekommt das einst wichtige Bauwerk einen Platz mitten in der Gesellschaft. Ziel ist es, die Mühle zu einem Begegnungsort für alle Generationen und Ausgangspunkt für gemeinschaftliche Aktionen zu machen. Zusätzlich soll sie auch die Attraktivität des Naherholungsgebiets Ankumer See steigern. Die neue Wassermühle verbindet historische Atmosphäre mit modernen Nutzungsmöglichkeiten. Im Kellerbereich können Besucher die historische Mühlentechnik bestaunen. Das Erdgeschoss bietet einen großzügigen Veranstaltungsraum, der künftig für Events und kulturelle Angebote genutzt wird. Zudem schafft das besondere Ambiente der Mühle einen außergewöhnlichen Rahmen für standesamtliche Eheschließungen, die dort seit einiger Zeit stattfinden.
Auch die Außenanlagen laden zum Entdecken und Entspannen ein. Nach den Ideen des Gesundheitspfarrers Sebastian Kneipp entstanden Hand- und Fußwasserbecken für Kneipp-Anwendungen. Gespeist werden die Becken ebenso wie das Wasserrad der Mühle durch den Ankumer Bach. Die gesamte Gestaltung des Umfeldes greift dabei den Gedanken der Kneipp'schen Gesundheitslehre auf und fügt sich harmonisch in die Natur rund um den Ankumer See ein.


Ihre öffentliche Premiere feiert die Wassermühle am Ankumer See am Pfingstmontag, 25. Mai, im Rahmen des Deutschen Mühlentages. Von 11 bis 18 Uhr sind Besucher herzlich eingeladen, die neue “alte“ Wassermühle kennenzulernen. Der Heimatverein Ankum sorgt mit Getränken, Speisen, Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Darüber hinaus können die Mühle und das gesamte Gelände besichtigt werden. Tanzvorführungen, Live-Musik, eine Fotostrecke aus 75 Jahren Vereinstätigkeit sowie ein Infostand des neuen Kneippvereins Ankum sorgen zusätzlich für ein stimmungsvolles Programm rund um den besonderen Mühlentag am Ankumer See.
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