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Theater Osnabrück: Denkt groß, geht tief und bleibt nah

Die Osnabrücker Dance Company nimmt „Hieronymus B.“ wieder auf. Foto: Oliver Look

Abwechslungsreiches Programm von Artus bis zum Fliegenden Holländer: Shakespeare, Wagner, Operette, Musical, Sinfoniekonzerte, Märchenklassiker

Theater erzählt Geschichten, die bewegen, öffnet Räume, in denen sich Gegenwart, Vergangenheit und Fantasie begegnen. Die neue Spielzeit des Theater Osnabrück knüpft daran an-groß in den Themen, nah in den Geschichten, transkulturell im Blick.

Im Schauspiel steht mit Shakespeares „Wie es euch gefällt“ ein Stück auf dem Plan, das voller Spielfreude zeigt es, dass die Bühne immer auch ein Spiegel unseres eigenen Suchens ist. Im Wald von Arden entsteht hierbei aus einem Verwechslungsspiel ein sich immer schneller drehender Reigen der entflammten Herzen, der die Zwänge der Realität auflöst. Dem Thema Freundschaft nähert sich Yasmina Rezas „Kunst“ - die Erfolgskomödie, die bereits im emma-theater für Begeisterung sorgte, zieht nun in das Theater am Domhof und entfaltet dort ihre volle Schlagkraft.

Yasmina Rezas Komödie „Kunst“ zieht vom emmatheater ins Theater am Domhof. Foto: Uwe Lewandowski
Yasmina Rezas Komödie „Kunst“ zieht vom emmatheater ins Theater am Domhof. Foto: Uwe Lewandowski

Im kleineren, intimen Rahmen des emma-theaters wiederum gehen zum Saisonauftakt zwei Produktionen auf Tuchfühlung mit gesellschaftlichen Fragen: „Die Brücke vom goldenen Horn“ nach Emine Sevgi Özdamar befasst sich mit Migration, eigener Sprache und dem Ankommen zwischen zwei verschiedenen Welten, untermalt mit musikalischen Akzenten von Seda Devran und Elif Batman. In „fünf minuten stille“ wird feinsinnig und nahbar versucht, fünf Minuten gegen den Lärm der Welt zu schweigen, doch dies stellt sich schwieriger heraus, als gedacht.

Den Auftakt im Musiktheater macht Richard Wagners spektakuläre Oper „Der Fliegende Holländer“, in der sich Gesang und Bühnenshow in einem brodelnden Klangmeer vereinen und zu einem großen, romantischen Theatererlebnis werden. Gut gelaunt geht es mit der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ am 15. November weiter. Im lässig-flotten Swing der 1920er-Jahre wird mit Sehnsucht, Täuschung und zweiten Chancen gespielt. Mit dem Musical„Artus - Excalibur“ kommt ab 7. März die mittelalterliche Legende vom sagenhaften König und seinen Rittern der Tafelrunde auf die Bühne, die mit klirrenden Schwertern für Frieden, Gerechtigkeit und natürlich Liebe kämpften.

Auch die Osnabrücker Dance Company glänzt nicht nur weiterhin mit der gefeierten Wiederaufnahme Hieronymus B., sondern feiert ebenfalls mit „All our Stories“ am 25. Oktober einen gehörigen Auftakt im Theater am Domhof. Gemeinsam mit dem Osnabrücker Symphonieorchester wird die Musik des einzigartigen Komponisten Kinan Azmeh auf einer Reise zwischen Aufbruch, Ankunft und der Suche nach der eigenen Identität in eine zentrale Rolle gebracht.

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Magisch wird es ab 30. November beim Familienstück zur Weihnachtszeit „Aladin und die Wunderlampe“, wenn das berühmte Märchen„1001 Nacht“ von Peter Raffalt ins Heute gebracht wird.

Ein neuer Akzent ist auch im Konzertbereich zu spüren: Mit Beginn der Saison übernimmt Christopher Lichtenstein die Position des Generalmusikdirektors. Schon die beiden ersten Sinfoniekonzerte zeigen, wohin die Reise geht: mit Lust am Neuen, Respekt vor der Tradition und einer spürbaren Energie, die das Osnabrücker Symphonieorchester gemeinsam mit seinem Publikum aufbrechen lässt. Ob Oper, Schauspiel, Tanz oder junges Theater - die Spielzeit 2025/26 denkt groß, geht tief und bleibt nah.
pm

Infos: www.theater-osnabrueck.de

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