Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

Sprenger+Brünink: Über 40 Jahre Zweiradkompetenz

Generationswechsel bei Sprenger+Brünink: Holger Brünink hat das Zweiradhaus an seinen Sohn Stefan Brünink übergeben. Foto: Jens Lintel

Generationswechsel bei Sprenger+Brünink: Stefan Brünink übernimmt den traditionsreichen Zweiradfachhandel in Wallenhorst und führt Sortiment, Service und E-Bike-Kompetenz fort

Holger übergibt an Stefan Brünink

Neues Kapitel bei Sprenger+Brünink in Wallenhorst: Der bisherige Inhaber Holger Brünink hat das 1982 gegründete Zweiradhaus an seinen Sohn Stefan Brünink übergeben. Für Kunden ändert sich dadurch am Sitz am Alten Pyer Kirchweg 7 mitten im Ortskern von Wallenhorst nichts oder nur wenig – der Tüv-zertifizierte Meisterbetrieb mit seinem „E-Bike-Kompetenz-Center“ und dem kompetenten Werkstatt-Service bleibt weiter auf alles beim Radeln mit und ohne „E-Rückenwind“ spezialisiert.

Anders ist eigentlich nur, dass „Senior“ Holger Brünink seit der bereits Ende vergangenen Jahres vollzogenen Übergabe nicht mehr regelmäßig im Geschäft mitarbeitet, sondern nur noch in Ausnahmen etwa bei Krankheit, Urlaub etc. zur Unterstützung des 14-köpfigen Teams einspringt. Wie der 67-Jährige beschreibt, empfinde er das Loslassen nicht als Verlust und es falle ihm leicht, weil er das Zweiradhaus bei seinem Sohn in besten Händen sieht. „Auch wenn es sich abgezeichnet hat, weil Stefan ja bereits seit vielen Jahren mitarbeitet und wir uns die Leitung geteilt haben, freue ich mich sehr darüber, dass er den Betrieb weiterführt“, sagte Holger Brünink jetzt im Gespräch mit der ON-Redaktion. Außergewöhnlich ist meiner Sicht aber auch, dass unsere Zusammenarbeit immer gut geklappt hat – alles in allem über zwanzig Jahre lang.“

Unternehmen aus der Region

Auch Stefan Brünink schätzt das Zusammenwirken mit dem Vater. Es hat wirklich gut geklappt. Wir sind uns natürlich nicht immer einig gewesen – aber immer geworden“, sagt der 41-Jährige. Für ihn habe es früh festgestanden, dass er eine Laufbahn im Zweirad-Metier und langfristig die Übernahme des Geschäftsa nstrebt. „Ich bin als Schüler angefangen, aushilfsweise bei uns zu jobben, um mein Taschengeld aufzubessern“, erinnert er sich. Die Werkstattarbeit habe ihm gelegen und Freude gemacht. „Ich habe noch ein Schulpraktikum als Bauzeichner absolviert, aber das war mir nicht aktiv genug“, so Stefan Brünink.„Deswegen habe ich nach der Schule eine Ausbildung als Zweiradmechaniker in Osnabrück absolviert und bin anschließend bei uns eingestiegen.“ Stefan Brünink hat seine Ausbildung 2003 als Innungsbester abgeschlossen und dann noch 2011 den Abschluss als Zweiradmechanikermeister erworben – ob er seinem Vater damit auch in der Funktion als Innungsobermeister folgt (17 Jahre lang, bis 2023), wird sich zeigen.

Unternehmen aus der Region

Stefan Brünink wird im Geschäft von seiner Frau Désireé unterstützt, die sich mit um den Verkauf und das Büro kümmert. Sie gehört seit 2017 wieder zum Team, nachdem sie erst 2001 eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei Sprenger-Brünink gemacht und danach noch in anderen Fahrradläden gearbeitet hat.

Sprenger+Brünink hat in den über vier Jahrzehnten Jahren seit der Gründung durch Holger Brünink und (den 2002 in den Ruhestand gewechselten) Dieter Sprenger eine spannende Entwicklung hingelegt. Beim Start im Jahr 1982 gehörten neben Fahrrädern und motorisierten Zweirädern samt Werkstatt zunächst auch Spielwaren, Gartenmöbel/-geräte und Eisenwaren zum Angebot. Die Umstellung auf den reinen Fahrrad-Zweirad-Fachhandel erfolgte im Jahr 1992, noch in den ersten Räumen am Kirchplatz in Wallenhorst.

1998 erfolgte der Umzug an den nicht weit entfernt gelegenen jetzigen Sitz am Alten Pyer Kirchweg 7. Dort waren, wie sich Holger Brünink erinnert, erst noch benzinmotorgetriebene Zweiräder wie Mofas, Mopeds und Roller im Angebot (von Vespa/Piaggio), die aber bereits 2004 endgültig zugunsten von E-Bikes verbannt wurden. „E-Bikes gibt es aber schon deutlich länger“, so Holger Brünink. „Wir sind Anfang der 1990er Jahre als einer der ersten im Landkreis mit E-Bikes angefangen und haben uns mit dem wachsenden Angebot immer mehr darauf konzentriert, lange vor dem späteren Boom, übrigens.“

Waren es in der Angangszeit einige wenige E-Bikes unter vielen pedalkraftgetriebenen klassischen Fahrradmodellen, hat sich das Verhältnis mittlerweile, wie die Brüninks beschreiben, komplett gedreht.

XXL-Auswahl von E-Bikes und klassischen Rädern zum Frühjahr - alle Farben und Varianten

Sieben von zehn verkauften Rädern im Fachhandel seien elektrifiziert, einzig bei den Velos für Kinder und für Jugendliche bzw. junge Erwachsene überwiege noch das pedalkraftgetriebene Rad.

Aber es gibt auch einen Trend zurück zum klassischen Radfahren – der sich nach den Angaben von Stefan Brünink etwa bei den besonders gefragten „Gravel-Bikes“ abzeichnet. Er beschreibt sie als so etwas wie das „Universalmesser unter den Fahrrädern“ – leichtläufig wie ein Rennrad, ermöglichten sie eine komfortable aufrechte Sitzposition und seien u. a. durch ihre Räder/Bereifung für alle Geländearten von Straße bis Schotter (Gravel) geeignet. „Sie können für alle Vorlieben aufgebaut werden und lassen sich als Alltagsrad ebenso wie als Sportgerät nutzen oder mit der entsprechenden Ausrüstung auch als Reiserad.“ Neue Sets von Taschen und Zubehörartikeln, die einfach wie Schutzbleche „angeklickt“ werden, ermöglichten flexible Nutzungsmöglichkeiten – komfortabel natürlich auch bei E-Bikes.

Unternehmen aus der Region

Sprenger+Brünink hat sich für die neue Saison, wie er beschreibt, neben Gravel-Bikes mit einer großen Auswahl von E-Bikes, auch in vielen gefragten Farben, eingedeckt. „Hausmarken“ sind KTM, Bulls, Pegasus, Scott und Flyer. Die Modellvielfalt reicht nach seinen Worten vom elektrifizierten 20-Zoll-Kinderrad bis zum Mountainbike in luxuriöser Ausführung u.a. mit Karbon-Rahmen für über 11.000 Euro. „Es gibt kein Fahrradsegment mehr, das nicht elektrifiziert ist“, sagt Stefan Brünink.

Wie er beschreibt, werden oft typische Touren- oder Treckingräder in alltagstauglichem Aufbau bevorzugt, die mit großen Akkus und starken Motoren für den Berufsweg ebenso wie fürs Freizeitradeln geeignet seien. Daneben werde zunehmend nach leichteren Rädern mit kleineren oder kompakteren Elektrokomponenten gefragt, die weniger Gewicht auf die Waage bringen. „E-Bikes wiegen meist 25 bis 27 kg-leichtere Modelle dagegen liegen unter 20 kg, manchmal nur bei 17 kg. Solche Räder lassen sich ohne Antrieb fahren wie ein pedalkraftgetriebenes Rad.“

Holger Brünink nutzt zurzeit ein solches Leichtgewicht: Nach dem Kilometerzähler hatte er damit zuletzt 46 km mit E-Antrieb zurückgelegt und 315 km nur im Pedalbetrieb. Er radelt gerne nur mit Muskelkraft.„Radfahren ist tatsächlich etwas, für das ich jetzt mehr Zeit als früher habe“, schmunzelt Holger Brünink. „Außerdem komme ich zum Angeln und dazu, beim NABU zu helfen.“

Wegen des ungemütlichen Wetters lassen zwar zurzeit noch viele Menschen das Velo lieber ungenutzt im Keller – aber im Fachhandel hat die neue Saison, wie Stefan und Holger Brünink berichten, längst wieder begonnen. „Es geht Anfang Januar los – teils schon vorher zu Weihnachten, dass Räder angesehen und Infos zu neuen Modellen eingeholt werden“, beschreibt Holger Brünink. „Oft werden auch gleich Räder gekauft oder reserviert“, so Stefan Brünink, „weil die Kunden sichergehen wollen, ein Rad mit einer bestimmten Ausstattung oder Farbe zu bekommen.“ Auch werde bereits wieder viel nach Jobrad und Fahrradleasing gefragt und/oder Unternehmen erkundigten sich danach – Sprenger + Brünink hat sich darauf spezialisiert.

Nach den Worten der Brüninks sind es neben der großen Auswahl von E-Bikes und Fahrrädern sowie dem großen Angebot von Zubehör, Fahrradbekleidung und Ersatzteilen (bis hin zum außen angebrachten 24-/7-Schlauchautomaten) vor allem die kompetente Beratung und die qualifizierten bzw. Tüv-zertifizierten Service-/ Wartungsleistungen der Meisterwerkstatt, die von den Kunden geschätzt werden. „Das gilt besonders beim Kauf von E-Bikes – und es ist natürlich unsere Erfahrung, auf die Wert gelegt wird“, so Stefan Brünink.

Wie er beschreibt, bedient Sprenger+Brünink Kunden aus einem großen Bereich zwischen Bramsche, Lotte, Osnabrück und natürlich Wallenhorst. „Nach meiner Meinung haben wir eine sehr treue Kundschaft - dafür bedanke ich mich.“

Meine Favoriten:
Alle Orte: