Mit der dunklen Jahreszeit startet die Saison des Nachtwächters in Vörden, der seit inzwischen 20 Jahren wieder seine Runden zieht.
2006 gewann die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden Fördermittel im Rahmen des Wettbewerbs „Ortszeit - Ab in die Mitte“. Im Laufe der damaligen Kulturwoche gab es dann erstmals seit 1922 wieder einen Nachtwächter in Vörden, eine Rolle, die Joseph Strieker vom Heimatverein Vörden e. V. wie auf den Leib geschrieben ist und die er seither mit Leidenschaft ausfüllt und mit ganz viel Humor präsentiert.
Ab 1. Oktober bietet der Heimatverein Vörden wieder die beliebten Nachtwächter-Führungen an, die auch auf Plattdeutsch möglich sind. Rund zwei Stunden dauert eine Führung, die fünf Euro Teilnahmegebühr kostet. Wenig bekannte Plätze werden gezeigt und verschlossene Türen geöffnet. Die Entstehung Vördens mit Burganlage und dem ältesten Gebäude im Landkreis Vechta, dem ehemaligen Burgstall und heutigen denkmalgeschützten Niels-Stensen-Haus, wird vorgestellt. Neben den historischen Fakten hat Joseph - Strieker aber auch jede Menge - Anekdoten aus der Vördener Vergangenheit auf Lager - von Bauernhochzeiten bis zu kuriosen Fällen aus der früheren Gerichtsbarkeit.
Zwischendurch gibt es eine Pause bei der Fischerhütte am Burggraben, wo je nach Wetterlage gekühlte oder warme Getränke erhältlich sind. Gruppen ab zehn Personen können Termine nach Wahl buchen, auch mit gemütlichem Abschluss im Ackerbürgerhaus des Heimatvereins und, falls gewünscht, mit dem originalen „Vördener Moorwasser“.

Gruppenanfragen direkt beim Nachtwächter unter Tel. 05495 371 oder per E-Mail an aktivitaeten@heimatverein-voerden.de. ileb