
Die Gründung geht auf die Initiative einiger Apeldorner Siedler im Jahr 1925 zurück.
Sie riefen den Verein zur Stärkung der Gesellschaft und des Gemeinwohls ins Leben. Dieser fand Anklang und konnte sich im Dorfleben etablieren. Der erste König kam aus dem Kreise der Gründer und zwar: Heinrich Mimjähner. Ob dieser ausgeschossen oder nur einfach bestimmt wurde, ist leider nicht überliefert. Das Festzelt stand damals auf der Wiese vom Neubauern Rawe.


Dieser hatte dort eine große Scheune, die dafür auch mit benutzt wurde. Es gab sogar Verkaufsbuden für Süßigkeiten und selbst gebackenen Kuchen. Außerdem konnten die Kinder allerlei Krimskrams kaufen. Auch ein Karussell mit Pferdeantrieb war dort plaziert. In der Mitte stand ein Tisch mit einem Grammophon.
Das war zu der Zeit schon recht fortschrittlich. Es waren in den ersten Jahren hauptsächlich die Siedler und Heuerleute, die das Schützenfest prägten.
Die Bauern wurden erst ab Mitte der dreißiger Jahre aktiv.
Während des 2. Weltkrieges kamen die Vereinsaktivitäten zwar zum Erliegen, konnten allerdings bereits 1949 wieder aufgenommen werden.
Mit einer Armbrust wurde auf Gut Sandheim der erste Schützenkönig nach dem Krieg ermittelt: Theo Will, der damalige Gutsinspektor von Sandheim. Ihm folgten bis zum heutigen Tage noch 73 Könige mit ihrem Gefolge, zwei Jahre Corona-Ausfall mit eingerechnet. Es gelang zudem die Anschaffung der ersten Vereinsfahne und der Königskette.
In den Folgejahren und Jahrzehnten konnte in jedem Jahr ein Schützenfest gefeiert, ein König ermittelt, und ein Throngefolge zusammengestellt werden. Dieses besteht in Apeldorn seit vielen Jahren aus insgesamt sechs Paaren. Die Schützenbrüder erwiesen sich überdies als fleißige Unterstützer ihres Vereins und schufen in den 1950er Jahren Schützenhaus und Schießstand nahe des Apeldorner Jugendheimes.
Die Bildung einer Schießgruppe innerhalb des Vereins im Jahr 1956 bot eine Plattform für Schieß sportbegeisterte.
Im Jahr 1975 konnte das 50-jährige Jubiläum unter Beteiligung vieler Gastvereine und Kapellen gefeiert werden. Besonders stolz ist man auf den Bau des neuen, unterirdisch verlegten Schießstandes im Jahr 1999. Diese Maßnahme war ein beeindruckendes Beispiel für ehrenamtliche Arbeit, da sie komplett in Eigenleistung durchgeführt wurde.
Bis 1999 wurden die Schützenfeste im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert, erst zum Jubelfest 2000, zu dem wiederum viele Gäste begrüßt und ein Sternmarsch durchgeführt wurde, griff man auf ein Festzelt zurück. Seitdem wird im Zelt gefeiert.
In den letzten Jahren stellt sich der Verein etwas breiter auf: Aktivitäten wie ein jährliches Dartsturnier, sowie verschiedene Aktionen zur Förderung des Vereinslebens bieten eine Ergänzung zu Schießsport und Brauchtumspflege. Sowohl im Verein als auch im Vorstand wirken viele jüngere Kameraden mit, sodass man für die Zukunft gut aufgestellt ist.
In der zum Jubiläum erscheinenden Chronik in Buchform, lassen sich viele Einzelheiten prima nachlesen. Sie ist reichlich illustriert und beinhaltet auch lustige, nicht alltägliche Begebenheiten.