Hochschulstadt damals & heute

Lingen war schon im 17. Jahrhundert Universitätsstadt. Am Campus Lingen sind heute rund 2.300 Studierende eingeschrieben.
Heiße Geschichte

In Lingen wurde am 25. Juli 2019 die höchste Temperatur Deutschlands seit Beginn aller Aufzeichnungen gemessen: Der Messwert von 42,6 °C wurde allerdings später vom Deutschen Wetterdienst zurückgezogen. Mittlerweile gibt es eine neue Wetterstation in Baccum.
Wasserstoffhauptstadt? Lingen!

Lingen gilt als Deutschlands „Wasserstoff-Hauptstadt”, weil die Stadt eine zentrale Rolle in der nationalen Wasserstoffstrategie spielt und zahlreiche wegweisende Projekte zur Produktion, Nutzung und Verteilung von Grünem Wasserstoff beherbergt. Lingen entwickelt sich zum größten Onshore-Standort für die Produktion von Grünem Wasserstoff in Deutschland mit einer Elektrolyseleistung von über 400 Megawatt. Bis 2030 könnten hier sogar bis zu 2 Gigawatt realisiert werden. RWE betreibt bereits eine 14-Megawatt-Pilotanlage und plant den Ausbau auf 300 Megawatt bis 2027.
Rathaus mit Musik

Das 1555 erbaute Rathaus von Lingen ist bekannt für sein Glockenspiel, das täglich um 12, 15 und 18 Uhr zu sehen und zu hören ist.
Woher kommt „Lingen„?

Hinter dem Namen Lingen steckt wahrscheinlich ein ganz alter Gewässername, der bereits in die Zeit vor Christi Geburt zurückführt. Linge heißt ‚die Gebogene‘, womit die Ems gemeint ist. Die früheste Erwähnung von Lingen als „Liinga” findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 975.
Seit 1372 gibt es die Kivelinge.

Der Name leitet sich aus der Verkleinerungsform des mittelhochdeutschen Wortes „kiven” ab, was soviel wie kämpfen bedeutet – also „kleiner Kämpfer”.
Kirchliche Zugehörigkeit.

Papst Leo XII. ordnete 1824 die Niedergrafschaft Lingen dem Bistum Osnabrück zu.
Hoch hinaus

Das höchste Gebäude in Lingen ist der Wasserturm, der eine Höhe von 42,60 Metern erreicht. Er wurde 1909 im Rahmen der Errichtung einer zentralen Wasserversorgungsanlage gebaut.
Das Emsland-Hochhaus mit einer Höhe von 36,5 Metern ist das höchste Wohngebäude im Landkreis Emsland.
Zum Anbeißen

Am Pfingstdienstag verspeist ein Herr auf der Rathaustreppe Geranienblüten. Das Ganze findet morgens um 6 statt und markiert den Beginn eines spannenden Schützenfesttags.
Der Dortmund-Ems-Kanal

Der Dortmund-Ems-Kanal ist der älteste Schifffahrtskanal im Westdeutschen Kanalnetz. Der im Jahr 1899 eröffnete Kanal führt als 223 km lange Binnenwasserstraße durch Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vom Dortmunder Stadthafen bis nach Papenburg.
Anschluss gefunden

1856 erhielt Lingen durch die Eröffnung der Bahnstrecke Emden-Rheine Anschluss an das Schienennetz.
Sportlich, sportlich!

Mit 60 Sportvereinen und mehr als 22.000 Mitgliedern ist Lingen eine äußerst aktive Sportstadt.
Theo Lingen - ein Künstlername mit Heimatbezug

Wie kam der Schauspieler, der niemals in Lingen gewohnt hat, auf den Namen Theo Lingen? „Eigentlich sollte ich wie mein alter Herr Rechtsanwalt werden. Aber ich machte einen Sprung zum Halberstädter Theater. Mein Vater war darob höchlichst empört. So durfte ich unseren guten Familiennamen nicht auf der Bühne führen. Ich wählte als Pseudonym die Geburtsstadt meines Vaters: Lingen an der Ems. Und wenn jetzt mein ziemlich stolzer Vater vielleicht auch gern seinen Namen auf der deutschen Bühne oder im Film prangen sehen möchte, ich bleibe Lingen.”
Lingen - mehr als nur Stadt

Die Stadt Lingen besteht aus der Altstadt und den drei Stadtteilen Reuschberge, Damaschke und Heukamps-Tannen. Dazu kommen die neun Ortsteile Altenlingen, Baccum, Bramsche, Brögbern, Clusorth-Bramhar, Darme, Holthausen-Biene, Laxten und Schepsdorf.