Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden
Präsentiert von

Die HSG ist eine Herzensangelegenheit

Seit 2022 ist Frank Schumann als Co-Trainer bei der HSG tätig.   Foto: Jürgen Lüken

Ex-Spieler Frank Schumann ist jetzt Co-Trainer der Zweitliga-Mannschaft und Jugendkoordinator.

Neun Jahre hat Frank Schumann für die HSG Nordhorn-Lingen gespielt. Der 45-Jährige ist als Co-Trainer der Zweitliga-Mannschaft und Jugendkoordinator immer noch für das Zwei-Städte-Team aktiv. „Eine Herzensangelegenheit", ist er noch immer Feuer und Flamme für den Verein. 

Unternehmen aus der Region

Als 22-Jähriger kam Schumann 2002 zur HSG, die gerade Deutscher Vizemeister geworden war. Er blieb bis 2006. "Das war meine schönste Handballzeit überhaupt." Die Harmonie, die Wertschätzung im Verein imponierten ihm. In Nordhorn lernte er seine Frau Doreen kennen. 2007 kaufte er ein Haus, weil er sicher war, dass er: zurückkehren würde. 2013 bis 2018 lief "Schu“ erneut die HSG auf.

Als Spieler hatte der Abwehrrecke einige Highlights. Die internationalen Wettbewerbe mit der HSG, die ihn quer durch Europa führten, wo in einigen Hallen während des Spiels geraucht wurde, der dritte Platz beim Final Four im Hamburg nach Siebenmeterwerfen. "Das war überragend für mich als junger Spieler." Oder 2013 das erste Spiel in der Emslandarena. Dazu die Aufstiege mit den Füchsen Berlin und Hamm in die Bundesliga. 

Unternehmen aus der Region

In seinen letzten aktiven Jahren hat Schumann parallel an seiner beruflichen zweiten Existenz gearbeitet. Er war bei seinem Schwager Rouven Löpke zuletzt als Geschäftsführer tätig. Doch von einem Augenblick auf den anderen änderte sich alles: Als er bei einem Spiel der HSG in der Bundesliga Co-Kommentator war. "Ich habe in der Halle gespürt, wie sehr ich alles vermisst habe. Ich bin so euphorisch nach Hause gefahren. Dann war der Gedanke eingepflanzt." Als einige Monate später die lose Anfrage kam, ob er sich vorstellen könne, bei Daniel Kubes als Co-Trainer mitzuhelfen, hatte er ein paar schlaflose Nächte. Aber dann siegte das (HSG-)Herz. 

Unternehmen aus der Region

Seit 2022 setzt Schumann alles auf die Handballkarte beider HSG. Nach der Trennung von Kubes 2023 zeichnete der gebürtige Gladbecker als Trainer verantwortlich. Seit 2024 arbeitet er an der Seite von Mark Bult. "Er hat mich voll integriert, sei es in der Entwicklung des Teams, Videoanalyse, Trainingsgestaltung. Ich habe häufiger die Außen im Wurftraining oder bin dabei, wenn im Innenblock gearbeitet wird." 

Auf die neue Saison ist Schumann gespannt. "Die Vorbereitung war wirklich gut", auch wenn er die starken Ergebnisse beim Premium-Cup gegen Barcelona und Flensburg-Handewitt nicht überbewerten will, zumal die 2. Bundesliga wieder eine Wundertüte sei. "Alle sind sehr konzentriert. Wir haben uns richtig verstärkt und einen wirklich guten breiten Kader." Esmache Spaß, der jungen charakterstarken Truppe zuzuschauen, die die Philosophie von Bults Tempo-Handball immer mehr verinnerliche. 

Als Jugendkoordinator setzt Schumacher viele Hebel in Bewegung, um junge Talente aus der Region zu fördern, sowie er es selbst bei seinem Coach Frank Herrmann erlebt hat. "Ich möchte etwas zurückgeben.“ 

Mit Lennart Bock hat Schumann einen jungen Spieler ans Zweitliga-Team herangeführt. Der Rechtsaußen gab mit 17 Jahren sein Zweitligadebüt, warf im nächsten Spiel gleich vier Tore. Nach der Premiere ging Schumann zu Bocks Vater und bat ihn, ein Foto von seinem Sohn und ihm zu machen. Ein emotionaler Moment. Schließlich kennt Schumann Bock seit der E-Jugend, hat auch im Schulteam mit ihm zusammengearbeitet. Der Verein und Trainer Marc Bult haben die jungen Talente im Blick: Vergangene Saison haben mehrere B-Jugendliche bei den Profis mittrainiert.

Bei den Handballtagen des Deutschen Handballbundes ist Schumann auch in emsländischen Schulen vertreten. Über Jahre sind die Kontakte zu den Handballvereinen im Emsland entstanden.„Da wächst etwas zusammen“, sei das Kirchtumdenken verschwunden. Die HSG hat erstmals wieder die Bund A-Jugend für die Qualifikation zur Jugend-Bundesliga gemeldet. "Das ist ein Zeichen, dass wir in den letzten Jahren einiges richtig gemacht haben. Das Leistungsniveau ist so gewachsen, dass wir da einfach mal anklopfen können."


Uli Mentrup 

Meine Favoriten:
Alle Orte: