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Lingen: Emslandarena und Home-Team HSG eine Erfolgsgeschichte

Seit 2013 finden die Hälfte der Heimspiele der HSG Nordhorn-Lingen in der Emslanarena in Lingen statt. Foto: Jürgen Lüken

Zu 95 Heimspielen der Handballer seit 2013 kamen über 240.000 Zuschauer nach Lingen.

Seit fast zwölf Jahren trägt die HSG Nordhorn-Lingen die Hälfte ihrer Heimspiele in der Lingener Emslandarena aus. Es hat sich eine Erfolgsgeschichte entwickelt. Zu 95 Partien bis Ende der Saison 2024/25 sind über 240.000 Zuschauer gekommen. Das sind pro Partie im Schnitt mehr als 2500 Besucher.

Die HSG, die bis 2008 als Nordhorn firmierte und mit dem Euregium zudem über einen Hallen-Standort in der Grafschaft verfügt, hat sich im Emsland längst etabliert. "Der Standort in Lingen ist sehr wichtig für uns. Inzwischen ist der Anteil der Sponsoren in der Grafschaft und im Emsland ausgeglichen", erklärt HSG-Geschäftsführer Matthias Stroot und betont: „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Spiele in der Emslandarena und im Euregium ausgetragen werden.“ Das war es in den ersten Jahren des Zwei-Städte-Teams noch nicht. Da gab es noch einen Bus-Shuttle. Die Emslandarena bietet beim Handball 3555 Zuschauern Platz, davon rund 1000 Steh- und 20 Rollstuhlpätze. 

Unternehmen aus der Region

Für Arena-Direktor Florian Krebs sind die "Helden der Arena zu einem festen und wichtigen Bestandteil unseres Programms geworden. Die HSG als unser Home-Team trägt wesentlich dazu bei, den Bekanntheitsgrad unserer Region zu erhöhen." Davon profitiert auch die Emslandarena. Das zwischen Länderspiel Deutschland und Ungarn 2014 oder der stark besetzte PremiumCup der HSG sind "sportliche Highlights on top. Hier erreichen wir neben einem erhöhten medialen Interesse auch mehr überregionales Publikum. Zudem sorgen diese Formate für eine ausverkaufte Arena", erklärt Anne Tönns vom Veranstaltungsmanagement. 

Neben Veranstaltungen mit überregionaler und bundesweiter Bedeutung im Konzert- und Entertainmentsektor bezeichnet Krebs das Thema Sport als gerade auch regional von großer Bedeutung. In und rund um Lingen gebe es viele Sportvereine, die das Interesse und die Nachfrage verstärkten. Dem komme die Emslandarena mit einer Mischung aus Handball, Fußball, Basketball und Darts entgegen. 

Die Vertreter der Emslandarena und der HSG Nordhorn-Lingen schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit als "wirklich gut". Sicherlich sei der Aufwand bei HSG-Spielen in Lingen groß, "vor allem, was die Logistik betrifft", sagt Stroot. Der vorgeschriebene blaue Boden, der jeweils verlegt und wieder abgebaut werden muss, oder die LED-Bande werden zu jeder Partie transportiert. Dazu Hardware für das Streaming, Fanshop, Banner usw. In Lingen sind 40 bis 50 zumeist ehrenamtliche HSG-Helfer zum Einsatz, wie Ordner, Auf- und Abbauhelfer, Mitarbeiter für Fanshop, Streaming, Wischer, Einlaufkinderbetreuer. Von der Emslandarena kommt etwa Personal für Technik, Service, Security dazu.

Unternehmen aus der Region

Unvergessen sind die ersten Auftritte der HSG in der Emslandarena 2013. Zum ersten öffentlichen Training kamen mehr als 600 Zuschauer, zur Punktspielpremiere am 14. Dezember 3410. Die HSG lieferte beim 35:20 gegen Hildesheim eine Gala ab. Nach 19 Minuten führte sie 15:4.  "Viel besser kann man in der 2. Liga nicht spielen", stellten Jens Wiese und Mannschaftskapitän Nicka Verjans fest. "Es war grandios! Nachdem wir die Tore geöffnet haben, hat uns die Stimmung und Euphorie der Besucher und auch der Mannschaft mitgerissen und überwältigt“, erinnert sich Krebs. Später folgten sogar Spiele in der 1. Bundesliga. Die einstige Feldhandball-Hochburg Lingen hat auch auf der neueren deutschen Handballkarte ihren festen Platz.



Uli Mentrup 

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