Auf dem Uhlenberg-Hof herrscht eine klare Linie: Hanna Uhlenberg führt das Regiment, ihre beiden jüngeren Schwestern Erna und Wilma folgen – und Männer bleiben draußen. „Die bringen hier nur alles durcheinander“, lautet Hannas Lebensmotto. Ruhe, Ordnung und Prinzipien scheinen damit gesichert. Zumindest so lange, bis das Dorf beschließt, sich für den Hof zu interessieren.
Denn im neuen Theaterstück des MGV Cäcilia Sondermühlen mit dem Titel „De Wiever van'n Uhlenbiarg“ wird aus dem idyllisch gelegenen Bauernhof plötzlich ein politischer, emotionaler und äußerst unterhaltsamer Brennpunkt. Bürgermeister und Gemeinderat haben nämlich eine Umgehungsstraße im Kopf, die ausgerechnet über den Uhlenberg führen soll. Dass Hanna davon wenig begeistert ist, versteht sich von selbst.


Als sich auch noch herumspricht, der Hof könne womöglich verkauft werden, kennt die Fantasie im Dorf keine Grenzen mehr. Eine engagierte Naturschützerin sieht den Uhlenberg bereits dem Untergang geweiht, ein italienischer Gastronom träumt von Pizza mit Panorama-Ausblick und eine Dame aus dem Rotlichtmilieu bringt Nutzungsideen ins Spiel, mit denen auf dem Hof nun wirklich niemand gerechnet hat.
Zu allem Überfluss durchkreuzen auch noch die beiden jüngeren Schwestern Erna und Wilma Hannas strikte Lebensregeln, indem sie sich in Mannsbilder aus dem Dorf verlieben. Wie die Geschichte ausgeht, ob der Hof verkauft wird, wer seine Pläne durchsetzen kann oder ob am Ende alles ganz anders kommt, wird hier natürlich nicht verraten.
Gespielt wird der Dreiakter von Günter Müller an fünf Terminen im Theater Melle am Schürenkamp. Die Premiere ist am Sonntag, 11. Januar, um 15.30 Uhr. Gespielt wird danach am Freitag, 16. Januar, um 19 Uhr, am Sonntag, 18. Januar, um 15.30 Uhr, am Samstag, 24. Januar, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 25. Januar, um 15.30 Uhr.
Der MGV Cäcilia Sondermühlen verspricht einen humorvollen Theaterbesuch mit Tradition, denn die Schauspielerei des Vereins blickt auf rund 70 Jahre Geschichte zurück. Einige Darsteller stehen bereits in zweiter oder dritter Generation auf der Bühne. Die Regie führt Herbert Bockrath.
Zwischen den Akten gibt es jeweils eine 15-minütige Pause. Musikalisch ergänzt wird die Aufführung durch drei Liedbeiträge des MGV. Karten sind im Vorverkauf bei Familie Klamer unter 05422 1262 und bei Familie Weber unter 05422 6281 jeweils zwischen 17 und 20 Uhr erhältlich sowie an der Tageskasse. Erwachsene zahlen zwölf Euro, Kinder sechs Euro.
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