
Agrarwirtschaftlich-technischer Assistent, Fachpraktiker für Landwirt, Fachpraktiker für Pferdewirt, Fachpraktiker für Tierpflege, Fischwirt, Landwirt, Medizinischer Pferdewirt, Technologe, Revierjäger, Tiermedizinischer Fachangestellter, Tierpfleger, Tierwirt – es gibt so viele Berufe, die etwas mit unseren geliebten Tieren zu tun haben.
In fast jedem zweiten Haushalt in Deutschland leben Hunde, Katzen, Vögel, Kleinsäuger, Fische oder Terrarientiere, wir Menschen leben also sehr gerne mit ihnen zusammen. Und damit die Tiere ihren Bedürfnissen entsprechend gerecht versorgt werden, braucht es Profis, die lebenswichtige geeignete Tiernahrung, Pflege- und Bedarfsartikel herstellen und vertreiben.
Ebenfalls sind Fachleute wichtig, die wissen, wie man Tiere tierschutzgerecht hält, pflegt oder wieder heilt, wenn sie krank geworden sind. Auch für den Bereich Gesundheitsvorsorge, Beratung, Tiererziehung und für das Gestalten und Regeln des Zusammenlebens von Menschen und Tieren gibt es Berufe. Die Liste ist lang, ihr könnt, wenn ihr etwas mit Tieren in eurem alltäglichen Berufsleben unternehmen möchtet, zwischen vielen Berufen wählen. Nicht für alle Berufe gibt es eine konkrete Ausbildung, oft ist etwa eine Ausbildung als Tierpfleger der Weg in einen anderen Berufszweig wie die des Hundefriseurs oder Hundetrainers.
Wir stellen dir ein paar Berufe mit Tieren etwas genauer vor.


Beraten und vermitteln
Im Zoofachhandel triffst du bei deiner täglichen Arbeit andere Tierhalter und unterstützt sie bei der Anschaffung von Tiernahrung, Bedarfsartikeln oder Pflegeprodukten. Als Zoofachhändler brauchst du Talent und Offenheit für die Fachberatung, Teamgeist und Interesse an den Arten. Im Zweifel raten Zoofachhändler auch mal von der Anschaffung eines bestimmten Tieres ab. Zoofachhändler kennen sich mit Tierschutz- und Artenschutzbestimmungen sowie dem Futtermittelrecht aus. Sie verkaufen den Bedarf, der für eine tierschutzgerechte Haltung notwendig ist. Wie in anderen Einzelhandelsbranchen müssen Zoofachhändler auch körperlich arbeiten, beispielsweise Gehege reinigen, Ware auspacken oder Paletten transportieren. Tierliebe ist für den Job wichtig, aber als Zoofachhändler gehst du auch mit Zahlen und digitalen Medien um.
Tierbetreuung
Wäre es dein Traumjob, den ganzen Tag Tiere zu betreuen? Als Tierpfleger hast du engen Kontakt mit Tieren, während du sie versorgst, transportierst oder betreust. Den Beruf erlernst du entweder in Kliniken oder Forschungseinrichtungen, im Zoo oder in Tierpensionen oder Tierheimen. Alle Tierpfleger wissen viel über die Ernährung und die Haltung der ihnen anvertrauten Tiere. An allen Arbeitsorten sind der Kundenkontakt und die fachliche Beratung wichtig. Körperliche Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil in der Arbeit eines Tierpflegers, und der sehr enge Kontakt ist beinahe immer vorhanden. Viele Tierpfleger arbeiten im Bereich des Tierverhaltenstrainings oder in einem Hundesalon. Einige werden Berater im Fachhandel oder sie bilden sich weiter als Hundefachwirte.
Als TFA Tiere betreuen
Einen direkten Kontakt mit vielen verschiedenen Tierarten hast du als Tiermedizinischer Fachangestellter. Als TFA setzt du dich für die Gesundheit von Tieren ein und unterstützt Tierärzte in ihrer Arbeit. Wenn du Heimtiere wie Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Vögel magst, gefällt es dir sicher in einer Kleintierpraxis. In einer Praxis für Nutztiere hast du mit den größeren Tieren wie Rindern oder Pferden zu tun, vielleicht bist du auch mal unterwegs bei Landwirten oder machst Hausbesuche in Pferdeställen. In der Kleintierpraxis oder -klinik bist du oft die erste Ansprechperson für Tierhalter. Du brauchst Einfühlungsvermögen, um ihnen beizustehen, wenn ihre Heimtiere krank sind oder sterben. Und du brauchst ein sensibles Händchen, um die Tiere zu beruhigen und auf die Untersuchung vorzubereiten. Zudem hast du täglich mit Blut, Spritzen und Verletzungen zu tun – starke Nerven sind von Vorteil.
Pferdeflüsterer
Auf einem Pferdehof zu arbeiten, ist der Traum vieler Menschen. Dafür reicht Spaß am Reiten allein aber nicht aus. Tiere zu pflegen und zu versorgen, ist ein anstrengender Job. Und sie zu trainieren, ist eine hohe Kunst, die viel Gefühl erfordert. Vom Ausreiten bis zur Zucht.
Landwirt
Frühes Aufstehen, selten freie Wochenenden – und wenn die Kuh kalbt, müssen die Freunde warten: Die Arbeit als Landwirt ist anstrengend. Auch wenn Digitalisierung und Nachhaltigkeit den Beruf verändern. Wichtig ist, dass künftige Landwirte körperlich belastbar sind und Durchhaltevermögen mitbringen. Ebenso wie handwerkliches Geschick und lösungsorientiertes Denken.
dpa/ac