Es war wieder mal ein ganz besonderes Ereignis, ein Hörgenuss und eine Augenweide: Das Neujahrskonzert des Veenkoloniaal Symphonie Orkest (VKSO). Auch besonders, weil der Erfinder und Initiator dieser eindrucksvollen Kulturveranstaltung erstmals nicht auf der Bühne zu sehen war. Gleichwohl war Uli Schepers, nunmehr ehemaliger Vorsitzender des Harener Heimatvereins, neben vielen prominenten Ehrengästen im Publikum und wurde mit lang anhaltendem Beifall begrüßt. Rüdiger Ebert, Moderator der Harener Klassiknacht, führte souverän durch das Programm des Neujahrskonzertes.
In der imposanten Kulisse unseres Emslanddoms präsentierte das VKSO unter der Leitung von Lubertus Leutscher, der aufgrund eine schmerzhaften Infektion sitzend dirigieren musste, einen abwechslungsreichen, farbenfrohen und mitreißenden Klangteppich unter dem Motto: „Mit Schwung und Filmmusik ins neue Jahr“.
Das Konzert war restlos ausverkauft. Zum vierten Mal spielte das Orchester in der Harener Kirche, deren gotische Architektur und Akustik den perfekten Rahmen für einen Nachmittag voller Musik und Atmosphäre boten. Stand in den Vorjahren oft noch die Musik des Walzerkönigs Johann Strauss im Vordergrund, was ja auch typisch für ein Neujahrskonzert ist, gab es diesmal ganz andere Klänge aufs Ohr. Spannendes, Ergreifendes, Lustiges und Entspanntes von Georg Friedrich Händel, Jacques Offenbach, Claudio Monteverdi oder Franz Lehár. „Porgy and Bess“ aus George Gershwins weltberühmter Oper erklang, und Filmmusiken von John Williams und Nino Rota sorgten für Gänsehauterlebnisse im Publikum. Fantastisch dargeboten war auch die Musik zur „Der Pate“- Trilogie mit der legendären Solotrompeteneröffnung von Tom Vink.Â


Ein weiteres Highlight des Neujahrskonzertes war der Auftritt des jungen norwegischen Tenors Henrik Enger Holm. Brillant meisterte er Solopassagen aus der Feder Johann Strauss', Franz Lehárs und Cesare Andrea Bixios. Nicht nur ein durch die Infektion etwas erschöpfter Dirigent Leutscher blickte nach dem Konzert„mit großer Freude und Zufriedenheit auf dieses Neujahrskonzert zurück. Ihm dürfte auch das Lob von unserem Bürgermeister Markus Honnigfort gefallen, der mir nach dem Konzert sagte:„Gerd, das Orchester wird doch Jahr für Jahr immer noch besser!“. Ich habe ihm zugestimmt.