Was hat ein Einkauf beim Bäcker mit frühkindlicher Bildung zu tun? In der neuen Filius-Kindertagesstätte Tichelwark im Brombeerenweg 1 lautet die Antwort: eine ganze Menge. Denn direkt vor der Tür liegt der Tichelmarkt mit Bäckerei, Fischhaus und Hofladen. Für die Kinder wird die Nachbarschaft damit zu einem Lernort, an dem sie ganz nebenbei erleben, wie Alltag funktioniert – vom Einkaufen bis zur Zubereitung von Lebensmitteln.
Die neue Kita der Lebenshilfe Leer ist fertig und bietet Platz für bis zu 80 Kinder. Als erste zweigeschossige Einrichtung der Lebenshilfe verbindet sie zwei Krippengruppen mit insgesamt 30 Plätzen im Erdgeschoss und zwei Kindergartengruppen mit 50 Plätzen im Obergeschoss. Ein Fahrstuhl und der Bungsbereich machen die zentral angelegten Erschließungsböden barrierefrei zugänglich.
Auch architektonisch setzt die Tichelwark auf Offenheit und Begegnung. Großzügige, lichtdurchflutete Gruppenräume, ein Speisesaal und ein Mehrzweckraum schaffen Platz für gemeinsames Spielen, Lernen und Essen. Das Außengelände ergänzt das Konzept und lädt die Kinder dazu ein, ihre Umgebung aktiv zu entdecken.
Dabei geht der Blick in der Tichelwark nicht nur nach vorn, sondern auch zurück. Der Name erinnert an ein historisches Ziegelwerk, das bereits im 16. Jahrhundert in Tichelwarf bestand. Historische Bilder in einem der Gruppenräume sollen die Geschichte des Ortes für die Kinder sichtbar machen und schlagen eine Brücke zwischen dem Tichelwarf von früher und dem Stadtteil, in dem sie heute aufwachsen.
Für die Lebenshilfe Leer ist die neue Einrichtung zugleich ein weiterer wichtiger Baustein für die Betreuung von Kindern in Weener. Mit der „Tichelwark“ gibt es nun eine vierte Einrichtung der Lebenshilfe im Stadtgebiet. Das zusätzliche Betreuungsangebot soll Familien dabei unterstützen, Kinderbetreuung und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.


Türen auf für alle Interessierten
Am Freitag, 25. September 2026, wird die Tichelwark d. offiziell eröffnet. Von 16 bis 17 Uhr kann die interessierte Öffentlichkeit die neue Kindertagesstätte besichtigen und sich selbst ein Bild von den Räumlichkeiten und dem pädagogischen Konzept machen.
Vielleicht wird dabei auch deutlich, was die neue Kita besonders macht: Für die Kinder beginnt Bildung nicht erst im Gruppenraum. Sie findet auch beim Bäcker, auf dem Hof, beim gemeinsamen Essen und beim Blick auf die Geschichte des eigenen Stadtteils statt.