


Cornwall, Anfang des 5. Jahrhunderts nach Christi. Das Römische Reich ist im Niedergang, unter den einheimischen Stämmen entwickeln sich blutige Rivalitäten. Erstmals wurde die Artus-Sage in einer semihistorischen Chronik im 12. Jahrhundert erwähnt, seit dem wird sie weitererzählt.
Die Legende
Ein neuer König sollte Britannien retten, einen und befrieden. Dafür musste er besondere Fähigkeiten haben. Vor den Stadttoren stand ein Findling mit einem prachtvollen Schwert darin: „Wer dieses Schwert herauszieht, wird der rechtmäßige König Britanniens sein“, stand davor. Viele hatten sich daran bereits versucht. Vergeblich.
Dann kam Artus, fast noch ein Kind. Mühelos zog er das Schwert aus dem Stein. Ein paar Jahre später ist Artus der stärkste aller Männer, der edelste aller Ritter und Könige. Sein Schwert Excalibur macht ihn unverwundbar. Bald ist für alle bald klar: Hier müssen magische Kräfte und göttlicher Beistand im Spiel sein. Die Geschichte um Artus wird zur bestimmenden Heldensage des Mittelalters, in der sich Christentum mit Magie verbindet.
Das Musical
Artus beendet die unheilvolle Herrschaft seines Rivalen Loth von Orkney und versammelt seine getreuen Ritter an einen runden Tisch, um Frieden zu schließen. Doch im Hintergrund ziehen Morgana und Merlin die Schicksalsfäden. Artus' Liebe zur schönen Guinevere wird durch seinen besten Freund Lanzelot auf eine harte Probe gestellt. Am Ende ist Lanzelot tot, die Ritter in alle Winde zerstreut. Doch das Streben nach einer gerechteren, besseren Welt nach einem neuen Camelot-bleibt. Davon erzählt Wildhorns mitreißendes Musical.
Der Komponist
Frank Wildhorn, geboren 1959 in New York, wird auch gern der „Balladen-König“ genannt. Denn sein Markenzeichen ist die große, ins Ohr gehende Ballade mit dem gewissen Pathos. Den Durchbruch im Popgeschäft schaffte Wildhorn 1988 mit dem Welthit„Where Do Broken Hearts Go“, den er für Whitney Houston komponiert hatte. Auf der Bühne gelang ihm mit „Jekyll Hyde“ 1990 ein Sensationserfolg. Es folgten Musicals wie „The Scarlet Pimpernel“, „Dracula“ und „Der Graf von Monte Christo“. Seine Affinität zu Themen mit europäischen Hintergründen begründet Wildhorn mit seinem familiären Background: „Mein Vater wurde in Rumänien geboren und meine Mutter in Odessa. So liegen mir diese Themen wahrscheinlich einfach im Blut (und sind Teil meiner DNA.)“ Eine enge Freundschaft verbindet Wildhorn mit dem Musicalstar Thomas Borchert. Für ihn hat er den Grafen von Monte Christo geschrieben, aber auch den Merlin in „Artus – Excalibur“. Beide Musicals kamen in St. Gallen heraus. Die Uraufführung von „Artus - Excalibur“ fand 2014 statt.
Artus - Guinevere - Lanzelot
Gekämpft wird selbstverständlich nicht nur für die Ehre, sondern auch für die Liebe, die damals noch Minne genannt wurde. Dabei gehört die verbotene Liebe Lanzelots zu Guinevere, der Frau seines besten Freundes Artus, zu den größten Liebesgeschichten schlechthin.
Ritter und Schwerter
Ritter und Schwert gehören zusammen wie Dudelsack und Pfeife. Kampfchoreograph Jean-Loup Fourure erklärt: „Das Schwert ist nicht nur ein Schutz, um zu überleben und auch kein bloßes Stück Metall. Es ist die Verlängerung des Körpers, ein Teil davon. Excalibur hat deshalb seinen Namen bekommen, weil es wie eine Person ist. Dank ihm ist Artus nie allein, denn Excalibur ist immer bei ihm.“
Mitwirkende
Die erfolgreiche und mittlerweile unverzichtbare Kooperation mit der Musicalklasse am Institut für Musik (IfM) wird auch bei „Artus“ fortgesetzt. Neun Studentinnen und Studenten des 3. Semesters wirken in verschiedensten Rollen mit. Jannik Harneit (Artus): Jannik war schon vor zwei Jahren Tootsie alias Michael Dorsey. Der vielseitige Sänger switcht gern zwischen Musical, Oper und Operette.
Susanna Edelmann (Guinevere): Die sympathische Sopranistin gehört seit drei Jahren zum festen Ensemble des Osnabrücker Theaters und begeistert als Julia im „Vetter aus Dingsda“ oder Lena in „Wie im Himmel“. Ob Opern- oder Musicalgesang, Susanna liebt und beherrscht die verschiedenen Stile gleichermaßen.
Vikrant Subramanian (Lanzelot): Ob Rock oder Pop, Oper oder Musical, auch Vikrant liebt die Vielseitigkeit. Die letzten eineinhalb Jahre war er König Agnarr in „Die Eiskönigin“ im Stage Apollo Theater Stuttgart.
Dudelsack
Für den authentischen Sound wird Karim McLeod sorgen. Der Brite mit persischen Wurzeln wohnt seit Jahrzehnten in Osnabrück und ist leidenschaftlicher Dudelsackspieler. Sieben verschiedene Dudelsäcke aus sieben verschiedenen Ländern hat der Bagpiper zu Hause gesammelt. Welche davon aber bei „Artus“ zum Einsatz kommen werden, bleibt noch Betriebsgeheimnis.
Artus - Excalibur: Musical von Frank Wildhorn
Musikalische Leitung: Seong-Bin Oh Inszenierung: Oliver Klöter Bühne und Kostüme: Darko Petrovic Mit: Jannik Harneit, Susanna Edelmann, Jan Friedrich Eggers, Daniela Tweesmann, Vikrant Subramanian, Mark Hamman, Vincent Debus, Daniel Bölte; Studierende vom Institut für Musik: Anton Pallaske, Valentin Thunig, Fee Stosch, Anton von Mansberg, Hendrik Krah, John Janzen, Frida Flohr, Nike Just, Solveigh Rügamer
Premiere
Samstag, 07.03.2026, 19.30 Uhr, Theater am Domhof,
Öffentliche Probe: Samstag, 28.02.2026, 10.30 Uhr, Anmeldung erforderlich