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Hof Santen in Diele: Aus kleinen Anfängen zu einem Spargelbauer mit Tradition

Auf 100 Quadratmetern Fläche verkauft Daniel Santen in seinem Hofladen nicht nur Spargel, sondern alles, was man dazu essen und trinken kann.    Foto: Hoegen 

Es werden regionale Hofland-Produkte angeboten.

Der Spargelhof Santen an der Dieler Straße 41 in Diele hat sich aus kleinen Anfängen heraus zu einem Betrieb entwickelt, der jetzt seit drei Jahrzehnten Spargel anbaut. Wie begann alles vor 30 Jahren? "Damals hatte mein Vater Hermann eine kleine Fläche, er hat sich Spargel bestellt und die Pflanzen auf einem halben Hektar angebaut", erzählt sein Sohn Daniel, der heute den Betrieb leitet. Gekauft hatte Hermann Santen damals Spargelknollen mit langen Wurzeln, die sich einpflanzen lassen. 1996 wurde dann der erste Spargel angebaut und zwei Jahre später waren die Pflanzen erntereif. 

Unternehmen aus der Region

"Der Spargel wurde damals per Hand gewaschen und auf Länge geschnitten. Nach drei oder vier Jahren Anbau hat man bei Spargel erst den vollen Ertrag. Es war damals maximal eine Tonne Spargel, die wir ernten konnten." Berufskollege Heinz Kampen aus Dörpen half den Spargelbauern damals und legte für sie die ersten Spargel-Dämme an. 

Über den Großhandel konnte das Königsgemüsegut abgesetzt werden, die Familie Santen setzte aber schon damals auf die Vermarktung ihres Spargels vor Ort. "Wir haben damals einen kleinen Garagenverkauf mit Spargel gemacht.' Das Angebot auf zunächst fünf Quadratmetern Fläche kam an. Und der Spargelanbau entwickelte sich aus kleinen Anfängen zum Hauptgeschäftszweig des Betriebes.

 "Das hat sich in den Jahren entwickelt. Man hat Flächen dazu genommen und sie bestellt.“ Dabei spielte die LUFA, also die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, als Dienstleister für Landwirte eine wichtige Rolle. Auch der Spargelhof Santen schickte Bodenproben seiner Anbaufläche zur Untersuchung zur LUFA nach Oldenburg. "Für Spargel ist ein hoher pH-Wert wichtig. Auf saurem Boden wächst er nicht." 

Flächen benötigen, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in der Regel zwei bis drei Jahre Vorbereitung, bis dort Spargel gestochen werden kann. Wichtig für die Pflanzen sind sehr sandige und trockene Böden, die schnell Temperatur bekommen. “Das sind alles Erfahrungswerte, die man mit den Jahren gesammelt hat.“ Und dabei lernt man offenbar des nie aus. "Bei Spargel ist alles speziell“, so Daniel Santen. Nach dem Tod seines Vaters Hermann übernahm der heute 37-Jährige im Jahr 2017 den Betrieb und entwickelte ihn weiter. 

Unternehmen aus der Region

Nach und nach wurden Maschinen zum Aufdämmen und Schälen des Spargels angeschafft. "Der Betrieb wurde immer mehr erweitert und modernisiert. Mittlerweile haben wir drei Schälmaschinen im Einsatz, die in der Saison praktisch im Dauerbetrieb laufen.“ Dazu kommt eine voll automatisierte Spargel-Wasch- und Sortieranlage. "Sie wiegt jede einzelne Stange ab und sortiert den Spargel nach Länge. Und das auf den Millimeter genau." 18.000 Stangen Spargel in der Stunde kann die Maschine sortieren, wenn sie auf voller Leistung läuft. 

Unternehmen aus der Region

Da der Betrieb immer mehr Kunden gewann, wurde der Hofladen an der Dieler Straße mehrfach erweitert, zuletzt gab es 2014 einen großen Anbau, momentan stehen rund 100 Quadratmeter Ladenfläche zur Verfügung. 

"Es werden hier mehr Produkte angeboten, Hofland-Produkte, die man so nicht im Laden kaufen kann. Wir versuchen, alles regional einzukaufen.“ Angeboten werden neue Kartoffeln, Wurst in Gläsern, Schnitzel, Wagyu-Rindfleisch, selbstgemachte Marmelade aus Erdbeeren und auch Kartoffelchips vom Kartoffelbauern aus eigener Herstellung. Auch Schinken, Kochschinken und eingemachte Gurken zählen zum Sortiment. "Wir bieten alles an, was gut zu Spargel passt." 

Spargel baut Daniel Santen mittlerweile auf Flächen in Brual, Diele und Rhede an. “Wir sind aktuell bei 16,5 Hektar. Es sind noch Pflanzen für drei Hektar bestellt, wir werden sie im Mai pflanzen." Alle zwei Jahre sind Neuanpflanzungen nötig, weil alte Flächen aus dem Anbau herausfallen. Nach acht bis zehn Jahren sind die Flächen nicht mehr für den Spargelanbau geeignet. Pro Hektar bleiben etwa 50 Tonnen Wurzelmasse im Boden, die zu Humus wird und den Boden durchlüftet. "Der Boden wird dadurch aufgewertet", bei Landwirten seien diese Flächen entsprechend gefragt. 

Unternehmen aus der Region

Beim Personal setzt Daniel Santen auf bewährte Kräfte. "Das ist eine Mannschaft, die den Betrieb kennt.“ Seit Jahren kommen seine Erntehelfer während der Saison aus Rumänien. Seine Mutter Rosi hilft im Betrieb mit, seine Ehefrau Lisa ist ihm eine wertvolle Hilfe. "Ihre Eltern haben einen Milchviehbetrieb in Hagermarsch bei Norden, sie kommt aus der Landwirtschaft."



hoe

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