Die Geschichte des Rheder Marktes reicht weit zurück. Erstmals erwähnt wurde er im Jahr 1231. Wie alt der Markt tatsächlich ist, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen. Sicher ist jedoch: Der Rheder Markt gehört zu den ältesten Märkten Nordwestdeutschlands.

Schon im Mittelalter war er weit mehr als ein Handelsplatz. Pferde und Vieh wurden gehandelt, ebenso Getreide, Lebensmittel und verschiedene Waren des täglichen Bedarfs. Händler und Besucher kamen aus dem Emsland, Ostfriesland, Westfalen und den angrenzenden niederländischen Gebieten.
Eine besondere Bedeutung hatte der Markt auch für den Getreidehandel: In Rhede wurden Richtpreise für Roggen und andere Getreidesorten festgelegt.
Über Jahrhunderte prägte insbesondere der Pferdehandel den Markt. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft und dem Aufkommen der Traktoren änderte sich dies grundlegend.




Auch der klassische Krammarkt verlor durch Kaufhäuser und Supermärkte zunehmend an Bedeutung.
Doch der Rheder Markt blieb erhalten und hat sich weiterentwickelt. Heute verbindet er seine historischen Wurzeln mit modernen Angeboten. Pferde- und Viehmarkt, Flohmarkt, Kunsthandwerk, Mittelalterlager, Oldtimer, Sport und Unterhaltung stehen nebeneinander.
So ist der Rheder Markt bis heute ein Stück gelebte Geschichte – und zugleich ein Fest, das sich immer wieder neu erfindet.
Anna Heidtmann