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Fünf Tipps für alte Autos

Pflege und Schutz: Gründliche Reinigung, geeignete Pflegemittel und atmungsaktive Abdeckhüllen bewahren den Oldtimer im Winter. Foto: Benjamin Nolte/dpa-mag

So machen Sie Ihren Oldtimer jetzt winterfest

Noch beschert uns der Herbst freundliche Tage, die zu einer Fahrt mit dem Oldtimer einladen. Doch bis zum Winter ist es nicht mehr lang. Für Autoliebhaber wird es Zeit, sich auf die Winterruhe ihres Oldtimers vorzubereiten.

Stuttgart (dpa/tmn) - Damit es im Frühling kein böses Erwachen gibt - rostiger Motor, Standplatten oder Schimmel - empfiehlt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) diese Maßnahmen:

1. Prüfen: Braucht es eine Reparatur?

Auf den letzten Fahrten der Saison sollten Besitzer besonders hinhören: Klackert oder rasselt da etwas, was normalerweise nicht zur Geräuschkulisse des alten Autos gehört? Checks und nötige Reparaturen schiebt man besser nicht bis zum Frühling auf.

Denn wer will die Saison schon mit einem kaputten Oldtimer beginnen?

2. Tank und Luft auffüllen

Auf der letzten Fahrt volltanken. Ein voller Tank ist besser gegen Rost im Inneren geschützt. Den Reifendruck sollte man auf drei bis vier bar erhöhen, damit die Pneus im Winter keinen Standplatten erleiden.

3. Oldtimer technisch auf Vordermann bringen

Bevor man das Auto in die Winterpause entlässt, empfiehlt sich: ein Ölwechsel, damit der Motor geschmeidig bleibt, Kühlmittel und Frostschutz kontrollieren, die Bremsflüssigkeit zu tauschen - zumindest alle zwei Jahre -, weil die Bremsen bei alter Bremsflüssigkeit schlagartig nachlassen können, die Starterbatterie auszubauen und trocken zu lagern oder aber sie mit einem Ladeerhaltungsgerät zu verbinden, damit sie im Frühjahr wieder gut anspringt. Abstellen sollte man den Wagen mit eingelegtem ersten Gang oder Rückwärtsgang - nicht mit angezogener Handbremse. Dadurch könnten die Räder blockieren.

Unternehmen aus der Region

4. Reinigen und pflegen außen und innen

Zur Vorbereitung auf den Winterschlaf gehört auch, den Oldtimer gründlich zu reinigen und zu pflegen.

Und zwar:
- Lack, Unterböden, Radkästen und schwer zugängliche Ecken putzen
- Lack, Chromteile und Gummidichtungen mit Pflegemitteln behandeln
- Autoinneres mit Staubsauger, Schwamm und Pflegemitteln für Ledersitze in Schuss bringen.

5. Für trockenes Klima sorgen

Damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit im Wagen sammelt, sollte man Fußmatten anheben oder ganz herausnehmen. Schimmel lässt sich verhindern, indem man die Fenster einen Spalt weit öffnet. Abdeckhüllen, die den Oldie vor Staub schützen, sollten atmungsaktiv sein, damit sich kein Kondenswasser sammelt.


Das Werkstatt-Geschäft nimmt zu

Kunden investieren vermehrt in Pflege und Instandhaltung

Meppen (aum) - Das Werkstattgeschäft bleibt ein Stabilitätsfaktor der Kfz-Branche. Bei der Halbjahresumfrage der Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sches (ZDK) verzeichnen 31 Prozent der befragten Betriebe eine gestiegene Nachfrage bei Reparatur und Wartung. Fast 50 Prozent melden stabile Aufträge. Ein Grund: In wirtschaftlich unsicheren Zeiten verzichten viele Kunden, sowohl privat als auch gewerblich, auf die Anschaffung eines Neuwagens und investieren stattdessen in die Pflege und Instandhaltung des vorhandenen Fahrzeugs.

„Reparatur und Wartung sichern derzeit die wirtschaftliche Substanz vieler Betriebe“, erklärt Detlef Peter Grün, ZDK-Vizepräsident und Vorsitzender des Zentralverbands des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK). Das federt Umsatzrückgänge in anderen Bereichen teilweise ab.

Gleichwohl ist die Gesamtstimmung eher getrübt. 43 Prozent der knapp 500 befragten Betriebe beurteilen die aktuelle Geschäftslage schlechter als noch zu Jahresbeginn, während 44 Prozent ihre Umsatzerwartungen zurückgeschraubt haben. Nur jeweils 20 Prozent sind in beiden Punkten optimistischer. Dabei fällt eines auf: Je kleiner der Betrieb, desto optimistischer die Einschätzung zum Servicegeschäft. So bewerten 39 Prozent der Firmen mit bis zu 15 Beschäftigten die Auftragslage bei Reparaturen und Wartungen positiver („besser“ oder „eher besser“). Das sind deutlich mehr als bei den mittleren (25%) und größeren (24%) Unternehmen. Dagegen schätzen 17 Prozent der kleineren Betriebe die Auftragsentwicklung bei den Werkstätten negativer (schlechter/eher schlechter) ein, gefolgt von einem Fünftel der mittleren und einem Viertel der größeren Betriebe. Neben Überregulierung und Bürokratie sind Steuern und Abgaben, steigende Kosten, Recruiting sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung die Herausforderungen, die Unternehmer in der Kfz-Branche derzeit am meisten beschäftigen. Die Suche nach Auszubildenden, Investitionsdruck durch neue Marken und die Nachfolgeregelung sind für die Unternehmen dagegen deutlich weniger drängende Themen, so weitere Ergebnisse der Befragung.

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