„Unser Unternehmen, unser Leben“ - so führen Bernhard und Stefanie Hausfeld den Familienbetrieb Josef Hausfeld GmbH und Co. KG in Alfhausen. Das Ehepaar ist die dritte Generation im Unternehmen, mit ihrem Sohn Benedikt wird die vierte übernehmen. „Entweder er oder ich werden in ein paar Jahren das hundertjährige Bestehen des Betriebs feiern“, sagt Bernhard Hausfeld: „Oder wir feiern zusammen!“ Seine Frau Stefanie ist eigentlich Realschullehrerin. Schon vor Jahren entschied sie, ihren Mann mit voller Kraft zu unterstützen und kümmert sich unter anderem um die Buchhaltung.
Das Unternehmen wurde 1933 als Schmiede in Nellinghof (Neuenkirchen-Vörden) gegründet. Weil dort der Platz begrenzt war, siedelte sich Hausfelds Großvater 1956 in Alfhausen-Thiene an. Arbeitsschwerpunkt war die Landwirtschaft, zum Betrieb gehörten eine Tankstelle und ein Laden, es wurden sogar Brunnen gebohrt.
Über die Jahre wandelte sich das Geschäft, der heutige Fachbetrieb für Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärinstallationen entstand. Die Wurzeln des Familienunternehmens sind bis heute deutlich erkennbar. Ein Mitarbeiter ist hauptsächlich damit beschäftigt, Reparaturen und Metallarbeiten auszuführen. Die Tankstelle mit zwei Zapfsäulen wurde laufend an die aktuellen Standards angepasst. Im Laden findet sich ein riesiges Sortiment, dazu gehören auch Fahrräder und Gartengeräte.

In seinem Hauptgeschäftsfeld bietet der Mittelständler allerhöchstes Niveau und zeigt in topmodernen Ausstellungsräumen, was technisch und gestalterisch im Bereich Heizung, Sanitär und Lüftung und Klima möglich ist. Der Versorgungsingenieur Bernhard Hausfeld setzt gezielt auf einzelne Hersteller, für deren Produkte er seine Mitarbeiter aufwändig schulen lässt. In der Heizungstechnik ist das die Firma Brötje aus Rastede. Der Hersteller zeichnete das Alfhausener Unternehmen für sein Fachwissen, seine Beratungskompetenz und die Qualität seiner Arbeit achtmal schon mit seinem „Carbon“-Status aus. Bei Hackschnitzel-, Pellet- und Stückholzanlagen hat Hausfeld sich für den österreichischen Hersteller ETA entschieden. „Wenn unsere Mitarbeiter da für zwei oder drei Tage zur Schulung hinfahren, ist das zwar sehr stressig - es sind über 1000 Kilometer - aber wir sind mit dem Hersteller gut gefahren“, sagt Firmenchef Hausfeld: „Wir haben mehrere ausprobiert.“
Von acht Mitarbeitern im Betrieb wurden fünf bereits bei Hausfeld ausgebildet. Dieses Feld ist ihm besonders wichtig. Ein Auszubildender des Unternehmens sei Innungssieger geworden, berichtet er stolz. Viele andere hätten bei den Abschlussprüfungen Plätze in der Spitzengruppe belegt. Deshalb bedauert der Vollblutunternehmer es sehr, dass von den zwei Ausbildungsplätzen zum Anlagenmechaniker zur Zeit nur einer besetzt ist. „Wir versuchen, unsere Auszubildenden nach Abschluss der Lehre im Betrieb zu halten“, sagt er. „Unser ältester Kollege ist schon 40 Jahre bei uns.“
Großen Wert legt Hausfeld auch auf die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter. Seine Jungs würden in der Regel keine Überstunden machen, betont er. Um Viertel nach Vier gehe es pünktlich in den Feierabend. Gegenüber den Zeiten seines Vaters hat Bernhard Hausfeld die Anzahl der Beschäftigten verdoppelt. Damit ist die für ihn perfekte Größe des Unternehmens erreicht. „Das ist der Bereich, den ich selber noch organisieren kann“, sagt er: „Ich will die Bindung zum Kunden nicht verlieren. Die kenne ich fast alle. Ich möchte für die Kunden vernünftige Arbeit machen, ansprechbar sein und mit meinem Namen für die Arbeit stehen.“ cl