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Eierkullern und Co

Die bunt gedeckte Osterfrühstückstafel mit selbstgefärbten Eiern gehört einfach dazu. Foto: G. Mecklenborg

Historische und persönliche Ostergeschichten

Der Osterhase sammelt bereits seine bunten Eier. Und mit ihm kehren zu den Feiertagen (zum Glück!) auch wieder schöne alte Osterbräuche zurück.

Ich erinnere mich noch gut an diese fröhliche, bunte, helle Osterstimmung, die mich als Kind überkam.

Das ging schon beim Ostersonntagsfrühstück mit dem besonders liebevoll hergerichteten Frühstückstisch los. Natürlich nicht ohne die bunten, von meiner Mutter gefärbten hart gekochten Ostereier.

Die waren und sind ideal für das exzessiv wettkampfmäßige „Eierbixen“ in der Familie. Dabei habe meistens ich gewonnen. Der Trick: Das Ei fest in der Faust umschließen und andrücken, dann gewinnt man so gut wie immer!

Die Eier die dann noch übrig waren kamen in einen Korb, und mit dem ging es zum „Ostereierkullern“ an einen hügligen Ort, bei uns war das oft der Hilterberg, auch wenn der etwas weiter weg war. Das gab aber immer eine lustige Fahrradtour.

Natürlich hat das alles auch einen historischen Hintergrund, und auf den wollen wir hier mal kurz noch eingehen: Nach dem Eierkullern ging es zum Osterfeuer, gerne nach Landegge damals. Und Landegge hat nun mal definitiv was mit Mittelalter und spannenden Geschichten zu tun. Man denke nur an die Frau von Mundeloh in der Landegger Burg. Frühmittelalterliche Quelle beweisen den nichtchristlichen, also germanischen Ursprung des Osterfeuers. Das geht auch aus einem Brief des Papstes Zacharias an den „Germanen-Missionar“ Bonifatius hervor.

Unternehmen aus der Region

Allgemein galt lange, dass Osterfeuer wegen der mit ihnen einhergehenden „heidnischen“ und „abergläubischen“ Bräuche verboten werden sollten.

Und was ist mit unserem Osterhasen? Der Brauch, an Ostern Ostereier zu verspeisen, hat seinen Ursprung in einer fälligen Abgabe. An Klöstern waren im Mittelalter Zins-Eier abzuliefern, die dann auf der Festtagstafel der Nonnen und Mönche landeten. Und die wurden mit Begeisterung verschlungen, da sie in der Fastenzeit im Kloster verboten waren.

Der Osterhase hat die allerdings dort nicht abgeliefert, an den glaubten Kinder erst ab dem 17. Jahrhundert. So, wie gesagt, bald ist es wieder soweit, viel Spaß beim Osterfeuer, Eierkullern und dem Besuch des Osterhasen. Das wünschen wir von Haren Informativ jetzt schon mal.
gm


Infos zum Thema Osterfeuer

Auch in diesem Jahr planen wieder verschiedene Vereine, Verbände, Organisationen und Einzelpersonen, ein Osterfeuer zu veranstalten. Die Stadt Haren weist aus diesem Anlass darauf hin, dass das Abbrennen eines Osterfeuers anzeigepflichtig ist. Alle Veranstalter werden gebeten, sich spätestens bis zum 23. März 2026 mit dem Ordnungsamt der Stadt Haren, Tel. 05932/8227 oder 8-235 oder per E-Mail an ordnungsamt@haren.de in Verbindung zu setzen.

Es darf außerdem nicht darum gehen, das Brauchtum „Osterfeuer“ für eine möglichst schnelle und einfache Entsorgung von pflanzlichen Abfällen zu benutzen. Pflanzliche Abfälle sind zur Kompostierung den Wertstoffhöfen bzw. der Zentraldeponien zuzuführen.

Zudem ist das Verbrennen von Sperrmüll, Autoreifen, Altöl sowie Stubben und frisch gerodeten Tannen natürlich nicht erlaubt.
pm

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