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Die Burg Landegge im Emsland

Die Kapelle mit Findlingen der Burg heute. Gerd Mecklenborg-Foto/-Repro

Entdecke die Geschichte der mittelalterlichen Turmhügelburg, ihre Verbindung zur Frau von Mundeloh und die heute erhaltene Burgkapelle

Mich reizt es immer wieder, mit dem Fahrrad in Landegge herum zu fahren. Zudem schreibe ich seit Jahren an einem Roman über die Frau von Mundeloh (der wohl nie fertig wird, befürchte ich), auch darin mag der mystische Reiz liegen.

Heute durchleuchten wir mal die rein historische Geschichte der wohl mächtigen Burg, die dort einst gestanden hat.

Die Burg Landegge, erbaut 1178, war eine hochmittelalterliche Turmhügelburg (Motte) und Landesburg des Bistums Münster. Sie ist eng verbunden mit der Geschichte des Emslandes, denn die Burg lag an einem Handelsweg, der einen Engpass zwischen der Ems und dem Bourtanger Moor durchquerte. Hier hatten die Raubritter aus Haren leichtes Spiel beim Beutemachen. 1224 wurde die Burg für eine Summe von 15 Mark ausgebaut.

Unternehmen aus der Region

Heute zeugen nur ein paar Findlinge von der Größe der damaligen Burg, jedoch ist die Burgkapelle - wahrscheinlich in recht ursprünglicher Form erhalten geblieben. Hauptbestandteil der Landegger Burg war ein mächtiger Turm, der aus Findlingen erbaut wurde.

Dieser Turm soll neben der Kapelle gestanden haben. Das geht aus einem Bericht des Dichters Levin Schückling hervor, der gegen 1820 als Kind während einer Reise mit seinen Eltern an der Burg vorbeikam und wohl „mächtig beeindruckt von diesem schaurigen Anblick im Nebel“ gewesen ist.

Große Bedeutung für das gesamte Emsland bekam die Landegger Burg dann ab etwa 1244. Da verstarb der Graf Otto von Ravensberg, und das Anwesen ging an dessen Witwe Sophie und Tochter Jutta, die spätere legendäre Frau von Mundeloh. Otto verlobte seine erst siebenjährige Tochter mit dem Grafen Heinrich von Tecklenburg, der „alsbald verstarb“ und eine blutjunge Witwe hinterließ.

Restaurierungsarbeiten 1960.
Restaurierungsarbeiten 1960.

Jutta heiratete dann 1252 den Grafen Walram von Montjoi (Monschau/Mundeloh) und zog mit ihm in die Eifel. Im Bewusstsein der Emsländer ist die Frau von Mundeloh durch die Überlieferung vieler Sagen bis heute in Erinnerung geblieben. Wie ging es danach weiter? Die Burg und alle Besitztümer Juttas wurden für 40.000 Mark an den münsterschen Bischof Otto II. verkauft. 1276 wird Jakob von Langen als Burgmann und Drost des Amtes Landegge erwähnt. Nachdem 1374 die Paulsburg in Meppen errichtet worden war und Sitz des Drosten wurde, verlor Landegge an Bedeutung.

1367 werden aber noch neun Burgmänner erwähnt. 1555 wurde Engelbert von Münster mit der Burg belehnt, und das ist dann auch wohl die letzte Nachricht, die von einer Nutzung der Landegger Burg spricht. 1809 erhielt die Gemeinde Haren die Erlaubnis, den Turm abzubrechen, um dessen Steine zur Pflasterung einer Landstraße zu verwenden. Schade eigentlich! 

Von der Burg ist nur noch die Kapelle vorhanden, die auf einem sogenannten Mottenhügel steht. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1960 und ist ein Neuaufbau einer Fachwerkkirche aus dem Jahr 1686. Eine erste Kapelle soll schon um 1200 errichtet worden sein.


Es geht weiter an der Mersmühle

Am 3. Oktober (Samstag) steigt um 18 Uhr die sechste Auflage von MetalBlast. Die Macher haben dafür wieder ein Line-up zusammengestellt, das ordentlich Druck auf die Mersmühle bringen wird. Aber die alten Balken dort sind inzwischen jedem Donnersound gewachsen. Dieses Mal mit dabei sind Zecondz, A Place to Fall, Never in Time und The Splatter and Gore Department. Vier Bands, vier eigene Sounds und jede Menge Gründe, sich den Abend schon dick im Kalender zu markieren. Aufs Ohr gibt es eine Mischung aus Härte, Energie, Melodie und allem, was einen guten Metal-Abend ausmacht. Produziert und organisiert wird das Ganze vom Rüt'n'Rock e. V., komplett ehrenamtlich und für einen guten Zweck. Tickets und Informationen gibt es direkt beim EventimTicketshop. 
(gm)

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