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Aus Alt wird modern

Wer seine Immobilie modernisieren möchte, sollte vorab die möglichen Kosten realistisch vom Fachmann kalkulieren lassen. Foto: IMAGO

Mit einer Modernisierung die Wohnqualität nachhaltig verbessern

Eine Haussanierung bietet die Möglichkeit, eine Immobilie nicht nur optisch aufzuwerten, sondern gleichzeitig den Wohnkomfort, die Energieeffizienz, die Sicherheit und den langfristigen Werterhalt zu verbessern. Dabei geht es häufig um weit mehr als einen neuen Anstrich oder moderne Bodenbeläge. Je nach Zustand des Gebäudes können technische Anlagen erneuert, Räume neu aufgeteilt, die Gebäudehülle energetisch verbessert oder einzelne Bereiche wie Bad, Küche und Wohnräume vollständig modernisiert werden.

Rückbau, Maurerarbeiten und Trockenbau: Am Anfang einer umfassenden Sanierung stehen häufig Abbruch- und Rückbauarbeiten. Alte Bodenbeläge, Fliesen, Sanitärobjekte, Türen, Wandverkleidungen oder nicht mehr benötigte Installationen werden entfernt. Dabei geht es nicht nur darum, alte Bauteile abzubrechen, sondern auch darum, den vorhandenen Bestand sorgfältig zu prüfen. Gerade bei älteren Gebäuden können dabei Schäden, veraltete Leitungen oder bauliche Besonderheiten sichtbar werden, die bei der weiteren Planung berücksichtigt werden müssen.

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Elektroinstallation – die technische Grundlage des Hauses: Eine Modernisierung ist häufig auch der richtige Zeitpunkt, die Elektroinstallation an den aktuellen Bedarf anzupassen. In älteren Häusern reichen Anzahl und Leistung vorhandener Stromkreise oftmals nicht mehr für moderne Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und technische Anlagen aus. Der Elektriker prüft deshalb die bestehende Installation und erneuert bei Bedarf Leitungen, Sicherungen, Unterverteilungen und Steckdosen. Darüber hinaus kann die Elektroinstallation an zukünftige Anforderungen angepasst werden. Dazu gehören beispielsweise Netzwerk- und Kommunikationsverkabelungen, eine moderne Beleuchtungssteuerung oder Smart-Home-Anwendungen. Auch die Vorbereitung für eine Photovoltaikanlage, eine Wallbox für ein Elektrofahrzeug oder elektrische Rollläden kann im Rahmen der Sanierung berücksichtigt werden.

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Heizung und Sanitär Komfort und Effizienz verbinden: Bei älteren Immobilien besteht häufig ein erhebliches Modernisierungspotenzial bei Heizung und Sanitär. Heizungsfachbetriebe prüfen zunächst die bestehende Anlage und können diese durch ein modernes Heizsystem ersetzen oder ergänzen. Je nach Gebäude und energetischem Konzept kommen beispielsweise Wärmepumpen, moderne Heizkessel, Heizkörper oder eine Fußbodenheizung infrage. Im Bereich Sanitär kümmern sich Fachbetriebe um die Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie um die komplette Installation von Waschbecken, WC, Dusche, Badewanne und Armaturen. Bei einer umfassenden Sanierung werden häufig auch alte Rohrleitungen ausgetauscht. Dadurch lässt sich die Haustechnik nicht nur optisch modernisieren, sondern auch technisch auf einen zeitgemäßen Stand bringen.

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Bad und Küche modern gestalten: Bad und Küche gehören zu den Bereichen, die bei einer Haussanierung besonders häufig grundlegend verändert werden. Im Badezimmer können zunächst alte Sanitärobjekte, Fliesen und Installationen entfernt werden. Anschließend werden Wasser- und Abwasseranschlüsse angepasst, Wände und Böden vorbereitet und neue Sanitärobjekte eingebaut. Eine bodengleiche Dusche, moderne Armaturen, ein neuer Waschtisch oder ein wandhängendes WC können dabei nicht nur für eine zeitgemäße Optik sorgen, sondern auch den Komfort und die Barrierearmut verbessern.

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Auch bei der Küchenmodernisierung arbeiten mehrere Gewerke zusammen. Elektroinstallateure schaffen die notwendigen Anschlüsse für Herd, Backofen, Spülmaschine und weitere Geräte, während Sanitärbetriebe Wasser- und Abwasseranschlüsse anpassen. Fliesenleger können Wand- und Bodenflächen neu gestalten. Anschließend montieren Küchenbauer oder Schreiner die Küchenmöbel und Arbeitsflächen.

Dach, Fassade und Wärmedämmung: Ein großer Teil des Energieverbrauchs eines Hauses hängt von der Qualität seiner Gebäudehülle ab. Deshalb spielt die energetische Sanierung bei vielen Modernisierungen eine wichtige Rolle. Am Dach können beispielsweise beschädigte Dachziegel, Unterspannbahnen oder Abdichtungen erneuert werden. Dachdecker sorgen dafür, dass das Dach wieder zuverlässig vor Witterung geschützt ist. Gleichzeitig kann eine neue Dachdämmung integriert werden, um Wärmeverluste zu reduzieren.

Auch die Fassade bietet erhebliches Potenzial. Eine Fassadensanierung kann die Außenflächen optisch erneuern und gleichzeitig mit einer energetischen Verbesserung verbunden werden. Je nach Aufbau des Gebäudes kann beispielsweise ein Wärmedämmverbundsystem eingesetzt werden.

Fenster, Türen und Sonnenschutz: Fenster und Außentüren haben einen wesentlichen Einfluss auf Energieverbrauch, Schallschutz und Sicherheit. Alte Fenster können durch moderne Modelle mit besseren Dämmwerten ersetzt werden. Dabei geht es nicht nur um das Fensterelement selbst: Auch der fachgerechte Einbau und die Anschlüsse an das Mauerwerk sind entscheidend, damit keine Wärmebrücken oder Undichtigkeiten entstehen. Neue Haus-, Balkon- oder Terrassentüren können zusätzlich die Sicherheit und den Wohnkomfort verbessern. Ergänzend lassen sich Rollläden, Raffstores oder andere Sonnenschutzsysteme integrieren. Dadurch kann beispielsweise die sommerliche Aufheizung von Räumen reduziert werden.

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Innenausbau – Räume bekommen ihren individuellen Charakter: Nach den technischen und baulichen Arbeiten beginnt der sichtbare Teil des Innenausbaus. Maler und Lackierer gestalten Wände, Decken, Türen und andere Oberflächen und sorgen damit für das gewünschte Erscheinungsbild. Bodenleger und Parkettleger übernehmen den Aufbau und die Verlegung neuer Bodenbeläge. Je nach Nutzung und persönlichem Geschmack können Parkett, Vinyl, Laminat, Designboden oder Teppich zum Einsatz kommen.

Fliesenleger übernehmen Wand- und Bodenflächen beispielsweise in Badezimmern, Küchen, Fluren oder anderen Bereichen. Sie sorgen nicht nur für eine optisch ansprechende Oberfläche, sondern müssen auch auf einen geeigneten Untergrund, Abdichtungen und fachgerechte Anschlüsse achten. Tischler und Schreiner ergänzen den Innenausbau durch individuelle Lösungen wie Türen, Treppen, Einbaumöbel, Wandverkleidungen oder maßgefertigte Konstruktionen. Gerade bei älteren Häusern können solche individuellen Arbeiten dabei helfen, vorhandene Räume optimal zu nutzen. wvm/ue

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