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10 Jahre Buddelschiffmuseum Ditzum

Auch die „Titanic“, wie Dieter Weers zeigt, ist im Buddelschiffmuseum mit verschiedenen Ausstellungsstücken und natürlich auch als Buddelschiff vertreten. Foto: Hoegen

Sommerfest zum Jubiläum: Das Buddelschiffmuseum, das zu den größten Buddelschiffsammlungen weltweit zählt, feiert zehnjähriges Bestehen.

Zehn Jahre Buddelschiffmuseum in Ditzum – das soll mit einem Sommerfest am 26. Juli auf dem Gelände des Maritimen Einkaufszentrums an der Pogumer Straße/Molkereistraße gefeiert werden. In dem Gebäude sind nicht nur der „Markt am Dollard“ und das „Kutter-Café“ untergebracht, sondern auch das Museum mit seinen zahlreichen Vitrinen und Ausstellungsstücken.

Betreiber Dieter Weers freut sich, am 26. Juli mit Albertus Looden aus Lüneburg einen besonderen Gast beim Sommerfest begrüßen zu können. Der 83-Jährige ist Buddelschiffbauer und stammt eigentlich aus Greetsiel, genau wie der Grundstock des heutigen Museums. „Er ist Buddelschiffbauer aus Leidenschaft“, einige seiner Stücke werden auch in Ditzum im Museum ausgestellt.

Dieter Weers, er stammt aus Veenhusen und ist in Emden aufgewachsen, wurde vor mehr als zehn Jahren auf ein besonderes Verkaufsangebot aufmerksam gemacht. „Das heutige Museum bei uns hat zum Teil in Greetsiel gestanden.“ Weers verhandelte über den Kauf des Museumsbestandes und wurde sich mit dem Verkäufer recht schnell einig.

„Der Betreiber wollte gerne, dass das Museum in Ostfriesland bleibt.“

Dieter Weers ist familiär vorbelastet, und auch er selbst hat sich schon immer für Buddelschiffe interessiert. „Meine Eltern haben immer Buddelschiffe zu Hause gehabt, auch wir hatten immer Buddelschiffe.“ Als Kenner der Materie baute er den Bestand des Museums mit den Jahren aus und um, weg von der Massenware, hin zu besonderen Stücken.

„In den zehn Jahren sind einige Schiffe dazu gekommen, wir haben jetzt 620 Schiffe. Bei den meisten Schiffen kennen wir die Erbauer nicht.“ Mit seinem Bestand gehört das Museum in Ditzum zu den größten seiner Art weltweit. Dieter Weers kann auch einiges zur Geschichte des Buddelschiffbaus erzählen. „Man sagt, die Mönche in den Klöstern sind im 17. und 18. Jahrhundert damit angefangen.“ Im Museum sind auch Videos zu sehen, in denen Buddelschiffbauer in ihre Arbeitsweise einführen. Ausgestellt werden beispielsweise auch Schiffe aus Glas.

Unternehmen aus der Region

Mit dem Museum ging es Dieter Weers auch darum, einen Anziehungspunkt in Ditzum zu schaffen, um auch Besucher außerhalb der Fremdenverkehrssaison in den Ort zu locken. „Das Museum lässt sich nicht mit Personal betreiben“, sind auch wirtschaftliche Aspekte für Weers wichtig. Deshalb lassen sich Eintrittskarten im „Kutter-Café“ lösen. Momentan hat das Museum montags bis sonnabends von 8 bis 17 Uhr und jeden Sonntag von 8 bis 11 Uhr geöffnet.

Unternehmen aus der Region

Beim Sommerfest, es soll um 11.30 Uhr eröffnet werden und bis 16 Uhr dauern, braucht kein Besucher hungrig oder durstig nach Hause zu gehen, „es gibt Bier, Wein und Bratwurst.“ Auch die Pizzeria am „Ankerplatz“ auf dem Gelände, dem zweiten Wohnmobil-Stellplatz in Ditzum, bietet Besonderheiten an. Außerdem sorgt Musiker Dieter als akustische One-Man-Band für Stimmung.
hoe

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