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„Wir haben eine sehr hohe Entwicklungsgrenze“ in Quakenbrück

Bereit für die Saison: Die Artland Dragons mit (hinten von links) Elijah Ndi, Linus Trettin, Eliah Braun, Dejan Bruce, Emanuel Ozike, (Mitte von links) Sportmanagerin Agnès Weltmann, Physiotherapeut Jannes Brundiers, Grant Teichmann, Ralph Hounnou, Co-Trainer Chad Prewitt, Trainer Hendrik Gruhn, Moritz Grüß, Jamal Fuller, Athletiktrainer Pavao Blazevic, Sportdirektor Brandon Thomas, (untere Reihe von links) Dominik Dolic, Epke Kruthaup, Buzz Anthony, Jonathan Klussmann und Djairo Bernardina. Auf dem Bild fehlt Naz Bohannon. Foto: Artland Dragons/moin media

Die Artland Dragons starten mit verändertem Kader in die ProA-Saison 2026/27 und treffen im ersten Heimspiel auf die BG Göttingen.

Der 1. Mai ist in Deutschland ein Feiertag. Ob die Basketballer der Artland Dragons an diesem Tag tatsächlich etwas zu feiern haben, wird sich im Saisonverlauf zeigen. An diesem Datum endet nämlich die Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die beiden vergangenen Spielzeiten haben gezeigt: Zwischen Bangen um den Klassenerhalt und Einzug in die Playoffs ist bei diesem Club alles möglich.

Der sportliche Erfolg hängt in erster Linie von den Akteuren auf dem Court ab. Hendrik Gruhn hat in seinem zweiten Sommer als Quakenbrücker Headcoach „tausende Spieler“ gesichtet. Ob er die passenden Charaktere ausgewählt hat, um namhafte Abgänge wie Ben Burnham (Chemnitz), Amir Hinton (Kazma SC, Kuwait) oder Routinier Robert Oehle (TSV Quakenbrück) zu ersetzen, werden die nächsten Monate zeigen.

Zwei neue Leistungsträger kennt der 32-Jährige jedenfalls schon. Jonathan Klussmann spielte 2024/25 unter Gruhn für Rasta Vechta II. Vergangene Saison gehörte der dänische Nationalspieler in Diensten der Paderborn Baskets mit 18,8 Punkten pro Spiel zu den besten Offensivspielern der ProA. „Er kann sich seinen eigenen Wurf kreieren, mit seiner Schnelligkeit immer wieder zum Korb ziehen und dabei ein unglaublich hohes Tempo gehen“, lobt der Trainer den spielstarken Guard.

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Auch Naz Bohannon hat seine Qualitäten bereits in der ProA unter Beweis gestellt. Er kam im Februar 2023 nach Vechta. Im Sommer desselben Jahres wechselte er zu Phoenix Hagen. Seine starke zweite Saison mit 13,1 Punkten, 6,1 Rebounds und 2,6 Assists pro Spiel weckte das Interesse von Science City Jena. Ende März 2026 bestritt der Amerikaner sein letztes von insgesamt 19 Bundesliga-Spielen für Jena. „Naz ist auf den großen Positionen sehr variabel einsetzbar. Er weiß, wie es in der ProA zugeht und vor allem, wie man dort Spiele gewinnt“, kündigt Gruhn an.

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Zu den Verpflichtungen dieser beiden Spieler kam es auch deshalb, weil sich Guard Kenny Noland kurzfristig für ein fünftes Jahr am College entschied und weil Center Nate Claerbaut sich in den Testspielen nicht als die erhoffte Verstärkung auf dem Feld erwies.

Grant Teichmann spielte bisher zwar nie für Gruhn, „aber ich habe oft gegen ihn gecoacht“. Dem Dragons-Trainer ist daher Teichmanns gutes Shooting von der Dreierlinie bekannt. Zusätzlich soll der 30-Jährige den jüngeren Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Denn in diese Kategorie fallen die Zugänge Ralph Hounnou, Emanuel Ozike und Eliah Braun sowie Moritz Grüß aus der eigenen Jugend. Dominik Dolic, Epke Kruthaup, Djairo Bernardina und Elijah Ndi sind wieder mit einer Doppellizenz ausgestattet und weiterhin spielberechtigt für Kooperationspartner Rasta Vechta.

Buzz Anthony geht in seine vierte Saison als Aufbauspieler der Dragons, und Dejan Bruce möchte sein Potenzial weiter bei den Dragons ausschöpfen.

Im ersten Heimspiel der Saison 2026/27 treffen die Drachen an diesem Freitag auf die BG Göttingen (19.30 Uhr). „Wenn wir uns so entwickeln, wie ich mir das vorstelle, können wir um die Playoffs mitspielen“, sagte Gruhn im noz-Interview, gab aber auch zu: „Wir werden am ersten Spieltag sicher nicht unseren besten Basketball spielen, ha-ben aber eine sehr hohe Entwicklungsgrenze.“

Hauptsache ist doch, dass das Team der Dragons am 1. Mai einen Grund zum Jubeln hat. lahe

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