Traditionell wird am ersten Adventswochenende in Merzen der die besinnliche Zeit eingeläutet. Mit dem zweitägigen Weihnachtsmarkt darf an diesem Samstag und Sonntag entspannt in die Adventszeit gestartet werden. Besinnlich soll es werden, wenn die Werbegemeinschaft der Gemeinde wieder zum Weihnachtsmarkt lädt.
Eine Neuerung zum Vorjahr sollten sich aber alle Weihnachtsmarktfans merken: den neuen Standort. In diesem Jahr werden das Himmelstor und die Verkaufsbuden an der Schützenhalle aufgebaut. Und auch in der Halle wird es rund gehen. Grund für den Umzug: An der Grundschule wird gebaut. Aber auch vor der Schützenhalle sind Buden und Besucher auf sicherem Grund, sodass auch eventueller Regen oder Schnee die Feierlaune nicht schmälert.
Vor Ort stehen dann auch die sanitären Einrichtungen den Besuchern zur Verfügung. Für die Kleinen haben sich die Weihnachtsmarktmacher etwas Besonderes ausgedacht: Vor der Halle wird es ein Karussell sowie eine Reifenrutschbahn geben. Während es beim Karussell klassisch rund geht, geht es auf der Rutschbahn richtig ab. Auf Reifen rutschen die Kleinen dort wie auf Schnee! Wer auf die beliebte Hüpfburg hofft, wird nicht enttäuscht. Die gibt es regensicher in der Schützenhalle.
Am Samstag öffnet der Weihnachtsmarkt um 16 Uhr. Passend zur adventlichen Stimmung werden die Lichter zur Dämmerung wieder angestellt und rufen zum Himmelstor.
Am Sonntag findet um 15 Uhr die Kinderkirche mit dem Besuch des Nikolauses statt. Im Anschluss an den Gottesdienst kommt der heilige Mann auf den Weihnachtsmarkt und wird für jedes Kind eine Kleinigkeit dabeihaben ab 15 Uhr startet der Verkauf von Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und Waffeln – wettergeschützt in der Schützenhalle.
Ein besonderes Highlight ist auch in diesem Jahr wieder die große Tombola mit spannenden Preisen. Die Lose für die Verlosung gibt es bereits im Merzener Einzelhandel bei Lammers, der VR-Bank, im Schuhhaus Hemmelgarn, bei Haarjohann und Automobile Pöttker sowie der Q1 Tankstelle. Die Gewinne sind auf dem Weihnachtsmarkt ausgestellt. Dort werden am Sonntag auch die Gewinner gezogen. rs
Lückenschluss an der L71
Radweg zwischen Merzen und Voltlage: Land nennt Termin für Baubeginn
Auf diese Nachricht haben viele Radfahrer gewartet: Seit mehr als 30 Jahren arbeiten die Gemeinden Merzen und Voltlage daran, dass der Radweg entlang der Landesstraße 71 zwischen Engelern und Weese vollendet wird. Nun ist ein Ende in Sicht, es gibt einen Zeitplan für den Bau des letzten, 3,2 Kilometer langen Teilstücks.
Dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück konkrete Daten nennen kann, liegt daran, dass das Bauvorhaben vor wenigen Wochen eine entscheidende Hürde genommen hat. Am 27. Oktober 2025 habe der Landkreis Osnabrück den Plan genehmigt, teilte Christine Wehlage, Sprecherin der Landesbehörde, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Mit anderen Worten: Der Radweg kann gebaut werden.
Doch bevor die Bagger anrollen können, sind laut Landesbehörde noch einmal die Gemeinden Merzen und Voltlage gefragt. Diese müssten die sogenannte Ausführungsplanung aufstellen. Danach übernehme das Land Niedersachsen Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten.
Fest steht, dass es zwei Bauabschnitte geben wird. Zuerst sollen die beiden erforderlichen Brücken über den Feldwiesenbach und den Wolfsbergbach hergestellt werden. „Voraussichtlicher Baubeginn ist im dritten Quartal 2026“, erläutert Christine Wehlage. Der Bau des Radwegs folge im Jahr 2027.
Mit vorbereitenden Arbeiten ist in den kommenden Wochen zu rechnen. Entlang der Fürstenauer Straße (L71) müssen für den Radweg Bäume gefällt werden. Das solle unter Berücksichtigung des Artenschutzes bis Ende Februar 2026 erledigt werden.
Die Kosten für den 2,50 Meter breiten Radweg, von dem 1,8 Kilometer auf Merzener und 1,4 Kilometer auf Voltlager Gebiet liegen, gibt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit 2,3 Millionen Euro an. Während das Land diese Kosten zu 100 Prozent übernimmt, übernehmen Merzen und Voltlage die Aufwendungen für Planung und Grunderwerb.
Das war eine Voraussetzung, um den Radwegbau beschleunigen. Das zu Land Niedersachsen nahm das Bauvorhaben in die Liste der anerkannten Bürgerradwege auf.
Ohne diese Beteiligung hätte der Bau des Radwegs zwischen Höckel und Engelern in absehbarer Zeit Chance auf eine keine Realisierung gehabt. Aus Sicht des Landes besitzt er keine Priorität. Denn Sicherheitsaspekten aus besteht keine Eile, ihn zu bauen.
Zusammen mit der Bürgerinitiative war es den Gemeinden Merzen und der Voltlage gelungen, Einverständnis der Anlieger einzuholen, über deren Grundstücke der Radweg führt. Ein zeitaufwendiges Planfeststellungs verfahren konnte so vermieden werden.
Radwegbau seit 30 Jahren ein Thema
Seit fast drei Jahrzehnten beschäftigt sich die Gemeinde Voltlage mit dem Bau des Radwegs entlang der Landesstraße 71. Bis heute wurden mehrere Abschnitte fertiggestellt, durchgehend befahrbar ist er inzwischen von Weese bis nach Höckel. Auf Merzener Seite wurde im Jahr 2013 ein fehlendes Teilstück als Bürgerradweg.gebaut. Es verläuft entlang der Landesstraße 102 und verbindet die Engelerner Straße mit der Kreuzung„Handweiser“. Weil sich hier die LandesstraBen 71 und 102 sowie die Kreisstraße 164 kreuzen, war angedacht, an dieser Stelle einen Kreisverkehr zu bauen. Diese Pläne wurden aber verworfen, die Kreuzung umgestaltet.