Was bewegt einen jungen Elektrotechniker dazu, über 10.000 Kilometer zu reisen, um in Meppen eine Ausbildung zu machen? Ganz einfach: die Suche nach dem „echten“ Know-how. Während die Welt technologisch immer komplexer wird, bleibt das Handwerk das Fundament. Wir haben mit Lemuel Martens, Azubi zum Mechatroniker für Kältetechnik bei Otten Kälte-Klima-Elektro GmbH, und Personalleiterin Inge Otten über Effizienz, globale Chancen und die Unersetzbarkeit des Handwerks in Zeiten von Kl gesprochen.
Lemuel, du bist aus Paraguay nach Meppen gekommen. Warum ausgerechnet das Emsland und warum Otten?
Lemuel: In Deutschland gibt es einfach viel mehr Möglichkeiten, eine wirklich tiefgreifende Ausbildung zu machen. Ich war in Paraguay schon Elektrotechniker, aber ich wollte wissen, wie Technik „wirklich“ funktioniert. Otten hatte Kontakt zu meiner alten Firma - so kam eins zum anderen. Jetzt lerne ich Mechatroniker für Kältetechnik.
Was ist der größte Unterschied zwischen der Arbeit hier und in deiner Heimat?

Lemuel: Definitiv die Effizienz. Hier gibt es für alles einen Plan. Man hat immer jemanden, der das Projekt im Blick hat und darauf achtet, dass wir im Zeitplan bleiben. Das ist eine ganz andere Struktur, die mich fachlich enorm weiterbringt. Ich verstehe jetzt erst richtig, wie ein Klimagerät im Detail funktioniert.
Inge Otten: Genau das ist der Punkt. Wir merken immer wieder, dass junge Menschen aus dem In- und Ausland genau diese deutsche Effizienz und die Tiefe unseres Handwerks suchen. Für uns ist das ein Kompliment. Wir bilden hier nicht nur für den Moment aus, sondern schaffen eine Basis, die nicht nur für unseren Betrieb, sondern überall auf der Welt Bestand hat.
Frau Otten, Ihr Claim lautet cool bleiben, wenn die Welt heiẞ läuft“. Passt dieser Azubi perfekt in dieses Bild?
Inge Otten: Absolut. Der Claim hat zwei Seiten. Einerseits die technische: Wir regeln mit effizienter Klima- und Kältetechnik, dass z. B. die Lebensmittelindustrie funktioniert, Labor- und Serverräume optimal klimatisiert und Temperaturen im privaten Schlafzimmer erträglich sind. Andererseits die menschliche: Man muss den Mut haben, sich für seine Ziele weit zu bewegen und sich neues Wissen anzueignen. Wer bei uns lernt, wird zum krisensicheren Spezialisten. In Zeiten von Kl und globalen Klimaveränderungen ist dieses Handwerk eine der sichersten Währungen. Eine KI kann keine Anlage fachgerecht montieren und effizient einstellen - dazu braucht es Köpfchen und Handwerk.
Lemuel, was ist dein Ziel nach der Ausbildung? Bleibst du im kühlen Norden?
Lemuel: Mein Plan ist es, nach der Ausbildung zurück nach Paraguay zu gehen. Ich möchte das Wissen, das ich hier bei Otten lerne, mitnehmen und dort etwas Eigenes aufbauen. Inge Otten: Das ist für uns eine schöne Bestätigung. Handwerk ist kein Plan B, sondern hat sprichwörtlich goldenen Boden. Ob man danach im Emsland Karriere macht oder sein Wissen in die Welt trägt - wer bei uns lernt, hat seine Zukunft eiskalt im Griff.
Kontakt:
Otten Kälte-Klima-Elektro GmbH
Inge Otten, Personalleiterin
Industriestraße 22 | 49716 Meppen
Tel. 05931 49595-0
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